Fritzbox 5690 Pro als NAS über NBase-T

Da jetzt der Port 5 nicht mehr als WAN-Port gebraucht wird, kann die Fritzbox 5690 Pro den als LAN-Uplink benutzen. Dieser Port unterstützt immerhin NBase-T aka  2.5GBASE-T.

Und den 2,5 GBit/s Port füllt sie auch tatsächlich, jedenfalls beim Lesen. Schreiben geht etwas langsamer, aber das mag auch an der SSD am USB-Port liegen.

Die 2,5 GBit/s sind aber von Haus aus deaktiviert, die muss man erst noch anschalten:

Bildschirmfoto 2024-08-20 um 14.31.54. 

Fritzbox und EWE AON Glasfaser

Wir haben seit vielen Jahren einen EWE-Glasfaseranschluss. Das EWE-eigene LWL-Netz ist ein AON-Netz und ist nicht identisch mit dem von der Glasfaser-Nordwest (Joint Venture Deutsche Telekom und EWE) gebauten GPON-Netzwerk.

Lange Zeit hing dort ein ONT, aus dem ein Kupfer-Ethernetport rauskam. Daran angeschlossen war dann die Fritz!Box 7590 (und davor eine 7490) über den WAN-Kupfer-Ethernet-Port. Als wir den Glasfaser-Anschluss damals bekommen haben, gab es halt noch keine Fritz!Boxen mit Glasfaser-Anschluss.

Auf der einen Seite kommt LWL-SC an:

Und unten kommt Kupfer-Ethernet raus:

Die EWE hat eine Beschreibung nach TKG §41c veröffentlicht, welche hier zu finden ist. Da gibt es einen Abschnitt über das AON-Netz.

Bildschirmfoto 2024-08-19 um 21.08.26.

Die neue Fritz!Box 5690 Pro hat aber einen LWL-Eingang, den will ich natürlich nutzen.

Alle Versuche bei der EWE einen ONT mit LWL-Ausgang zu bekommen, sind leider fruchtlos verlaufen. Die EWE wollte mir immer einen Tarifwechsel andrehen, nur dann würde ich einen LWL-ONT bekommen. Ich will aber keinen Tarifwechsel, ich will einen direkten LWL-Zugang.

In diversen Telefonaten habe ich die schönsten Geschichten gehört: die Kupfer-ONT fallen ständig aus und müssen ohnehin getauscht werden, wenn ich den nicht am Netz hätte würde das Monitoring nicht mehr gehen, wenn ich eine LWL-Fritzbox bei der EWE kaufen würde gäbe es auch einen LWL-ONT dazu, … immer alles sehr freundlich, nur leider gar nicht lösungsorientiert.

Also fliegt der ONT komplett raus. Wozu gibt es denn die Routerfreiheit in Deutschland?

Ein LC auf SC-Adapter für 10 Euro reicht (und Strom verbraucht der auch nicht):

Und rein in die Fritz!Box:

In der Fritz!Box sieht das dann so aus:

Bildschirmfoto 2024-08-19 um 20.58.31.

Ein Traum. Ich liebe Ethernet: IEEE 802.3 1000Base-BX10 Internet per Ethernet ins Haus und dann rein ins LAN. Was will man mehr? Kein DSL-Kram, kein Vectoring, … einfach nur Gigabit-Ethernet. Never bet against Ethernet.

Da die Fritz!Box jetzt direkten Zugriff auf die Glasfaser hat, erzählt sie auch einiges was man dem ONT (als Endkunde) nicht entlocken kann:

Bildschirmfoto 2024-08-19 um 21.00.59.

Die Wellenlängen etc. stimmen auch mit der Schnittstellenbeschreibung der EWE überein, die Autokonfiguration der Fritz!Box dauert zwar ein paar Minuten, klappt aber einwandfrei.

Jetzt müsste die EWE nur mal IPV6 auf die Kette bekommen. Bei den Glasfaser-Nordwest-Netzen gibt es das schon, vermutlich von der Telekom durchgedrückt und die EWE konnte sich nicht dagegen wehren. Vielleicht sitzt die EWE ja IPV6 einfach aus und wartet auf IPV9.

FritzBox mit Mac und SMB

Warum der Mac die SMB-Freigabe der NAS-Funktion sieht, diese aber nicht nutzen kann, ist recht einfach:

Bildschirmfoto 2024-08-11 um 08.40.53.

Die Fritz!Box macht ein Service-Announcement auf die falsche IP-Adresse. Diese IP-Adresse gehört AVM und liegt nicht im internen Netz.

Kann man sich hier anschauen: https://www.heise.de/netze/tools/whois/ und dann nach 212.42.244.0 suchen:

Bildschirmfoto 2024-08-11 um 08.42.13.

Und ohnehin unterbindet die FritzBox den Zugriff über 445 nach außen, was die Sache besonders skurril macht:

Bildschirmfoto 2024-08-11 um 08.48.08.

Erst schickt sie den armen Rechner da hin und dann verbietet sie ihm den Datenverkehr.

Wozu soll das denn gut sein?

Fritzbox und WiFi 6 und 7

Im 2,4 GHz Band ist schon gut was los:

Bildschirmfoto 2024-08-11 um 08.15.43.Bildschirmfoto 2024-08-11 um 08.16.26.

Im 5Ghz sieht man viel weniger Fremdnetze, vermutlich aufgrund der geringeren Reichweite:

Bildschirmfoto 2024-08-11 um 08.17.59.

Damit hätte ich nicht gerechnet, bei 6 GHz sieht man auch schon was. Ich hätte eine totale Leere erwartet, da das noch so neu ist und die Verbreitung aktuell noch sehr gering ist. Außerdem muss die Reichweite ja noch niedriger als bei 5 GHz sein:

Bildschirmfoto 2024-08-11 um 08.18.25.

Aber vielleicht ist das auch eine andere Funk-Technik, denn andere Netze zeigt die FritzBox bei 6 GHz nicht dan:

Bildschirmfoto 2024-08-11 um 08.20.43.

Die iPads können teilweise können 6 GHz:

Bildschirmfoto 2024-08-11 um 08.26.42.

Bildschirmfoto 2024-08-11 um 08.28.17.

Fritzbox 5690 Pro als NAS

Aus Neugier habe ich mal die NAS-Funktion der 5690 Pro ausprobiert und eine SSD an den USB-Port geklemmt.

Aktuell ist die Fritz!Box über 1 Gigabit Ethernet an den Switch angeschlossen, da der 2,5 GB Nbase-T Anschluss als WAN-Anschluss herhalten muss.

Aber die 1 GB Ethernet füllt sie:

Bildschirmfoto 2024-08-11 um 08.12.00.

Das ist im Vergleich zu der alten FritzBox ein massiver Unterschied.

Bisschen komisch ist, daß der Mac die NAS-Freigabe zwar sieht, sich dort aber nicht anmelden kann. Greift man explizit mit der IP-Adresse zu, geht es aber.

Fritzbox 5690 Pro

Nach langer Wartezeit ist meine FritzBox 5690 Pro gekommen 🙂

Bildschirmfoto 2024-08-11 um 07.56.36.

Wieso wird denn die neuste Hardware mit einer alten Software ausgeliefert? Und es gibt auch auf den Webseiten nichts neueres zum Download. Keine reguläre Software, kein Labor, …

Da meine alte FritzBox 7590 eine neuere Software hat, importiert die 5690 die Konfiguration nicht:

Bild 11.08.24 um 07.59.

Also musste ich die neue Box komplett neu durch konfigurieren, inklusive der ganzen SmartHome-Logik, des Telefonbuches, …

Schöne neue Box, aber das hat AVM echt vergeigt. Und das man alle Fritz-Telefone und Steckdose neu anlernen muss, ist auch irgendwie doof; aber das war bei AVM schon immer so.

Altglas: M42 auf E- und A-Mount

Und wieder Adapter. Dieses mal sind es M42 Adapter für Sonys E-Mount und dessen A-Mount Vorgänger.

Wieder bieten sowohl Novoflex als auch K&F Adapter an, die sich nicht viel nehmen:

Und mit Zeiss Biotar 58 mm und Flektogon 35 mm:

Funktionieren beide einwandfrei, wackeln nicht, … alles prima. Wie bei den SR-Adaptern finde ich den K&F etwas handlicher.

Mit dem Zeiss Ultron 50mm auf der Sony Alpha 7C ist das schön klein, das kann man prima mitnehmen:

Für den A-Mount gibt es einen sehr dünnen Ring, da das Objektiv näher an die Filmebene ran muss als bei SR- oder A-Mount Objektiven. Das Objektiv ragt dann ein klein wenig ins Gehäuse hinein:

Ring auf dem Gehäuse

:

Und mit dem Zeiss Biotar 58 mm:

Spaß macht das nur bedingt: macht man die Blende zu, wird es im Sucher zappenduster. Und die Minolta Dynax 7 hat natürlich kein Fokus Peaking oder ähnliches. Die Funktion „Auslösen ohne Objektiv“ muss angeschaltet werden, die Kamera weiß ja nicht, daß da ein Objektiv ist.

Autofokus bei Sony LA-EA4 und LA-EA5

Was sich mir überhaupt nicht erschließt ist die Adapter-Logik bei Sony. Es gibt den LA-EA4 und den LA-EA5.

Der LA-EA4 ist der größere von beiden und hat einen SLT-Spiegel eingebaut, er unterstützt Phasenautofokus für A-Mount Objektive mit und auch ohne eingebauten Autofokusmotor. Augenautofokus oder Tracking kann er gar nicht, und man hat nur die zentralen AF-Sensoren zur Verfügung. Vermutlich ist das schlussendlich die AF-Baugruppe aus einer älteren Sony DSLR. Und wegen des halbdurchlässigen Spiegels verliert man 1/3 des Lichts. Das ist heute nicht mehr so dramatisch wie früher, da das Rauschverhalten viel besser geworden ist, aber doof ist es trotzdem.

Da er seine eigene Autofokus-Technik hat und nicht die von der Kamera nutzt, kann man sich dort diese Back-Fokus-Probleme einfangen. Deswegen unterstützten einige E-Mount Kameras noch das dafür notwendige Micro-Alignment.

Der LA-EA5 ist genauso dick, aber viel leichter und kleiner, da er innen quasi leer ist und auch diesen Klotz unten dran nicht hat.

Der LA-EA5 unterstützt sowohl den Phasen- als auch den Kontrasterkennungs-Autofokus und nutzt die in der Kamera vorhandene Autofokus-Technik. Er hat auch keine Probleme mit Back-Fokus etc. mehr, da die Fokus-Messung direkt auf dem Sensor stattfindet. Da er keine optischen Elemente hat, kann er den Bildeindruck des Objektives nicht verändern (weder positiv noch negativ). Und Licht schluckt er auch nicht.

Er unterstützt an allen Alphas den Phasenautofokus für A-Mount Objektive mit eingebauten Autofokusmotoren. Viele Objektive haben aber keinen eigenen Motor, sondern werden vom Motor im Gehäuse über eine Stange im Bajonett angetrieben. Solch ein Motor ist im Adapter eingebaut, aber er funktioniert nur an wenigen Gehäuse-Modellen; warum auch immer. Das kann doch eigentlich nur ein SW-Problem sein. Wenn der AF denn funktioniert, hat man dafür auch Augenautofokus was die alten A-Mount Kameras natürlich nie konnten. An der A7C Mark 1 funktioniert der Stangenantrieb nicht, aber Objektive mit eingebautem Motor arbeiten einwandfrei.

An einem aktuellen Alpha-Modell gibt es dann alles: Autofokus mit jedem Objektiv-Antrieb (SSM, SAM und Stange), Augenautofokus, alle AF-Sensoren die die Kamera hat, …

Und mit der A7CM1 gibt es nur manuellen Fokus, denn das Minolta 85 mm hat keinen eingebauten Motor.

Klemmt man den LA-EA4 hingegen an eine neue Kamera ran, geht der Autofokus überhaupt nicht. Egal welche Antriebstechnik das Objektiv hat. Wieso das denn nun?

Für einige Objektive kann man die Objektivkorrekturen in der Kamera anschalten, für einige nicht.

Da die Objektiv-Kennung aber in die Datei reingeschrieben wird, kann der RAW-Konverter dann doch wieder mit Profilen aushelfen. Capture One z.B. hat Profile für einige meiner A-Mount Objektive: 

  • 70-200mm F2.8 G (SAL70200G)
  • Zeiss Vario-Sonnar T* 24-70mm F2.8 ZA SSM (SAL2470Z)
  • 16mm F2.8 Fisheye (SAL16F28)
  • 50mm F1.4 (SAL50F14)

Das SAL16F28 ist das umbenannte Minolta 16 mm Fisheye, was der Adapter überhaupt nicht unterscheidet. 

Mein altes Minolta-Objektiv wird von C1 als Sony-Objektiv erkannt und führt dann zum richtigen Profil:

Bildschirmfoto 2024-07-29 um 17.52.24.

Für das Minolta 85mm 1,4 GD hat C1 kein Profil, vermutlich da Sony dieses nie vertrieben hat, denn dieses wurde durch ein Zeiss-Objektiv ersetzt:

Bildschirmfoto 2024-07-29 um 17.53.35.