Sony Alpha 7C: Vollformat im Taschenformat

Die Alpha 7C passt zusammen mit dem SEL40F25G , tatsächlich in eine Jackentasche:

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Das Objektiv hat eine etwas skurrile Sonnenblende, die aber praktischerweise immer drauf bleiben kann, da der Objektivdeckel auf die Sonnenblende vorne drauf kommt. Das ist superpraktisch, da man nur den Deckel abnehmen muss, aber nicht mit einer Sonnenblende rumfummeln muss.

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Und 40 mm mit einer Lichtstärke von 2.5 ist schon alltags-tauglich. Alles nichts aufregendes, aber dafür schön klein, leicht und mit einer tollen Bildqualität ausgestattet. Und mit Blendenring, AF/MF-Schalter und Fokus-Hold-Button wirklich gut bedienbar.

Sony Alpha 7C und Blitz

Was hingegen sehr merkwürdig war, ist die fehlende Konfigurationmöglichkeit des Blitzes über die Kamera.

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Die A7C wollte einfach den HVL-60RM nicht steuern. Auslösen ja, aber steuern nicht. Die ganzen Handbücher und Youtube-Videos sahen immer anders aus, als bei mir.

Des Rätsels Lösung war ein Firmware-Update des Blitzes. Die Versionen der Objektiv-Firmware zeigt die Kamera an, die Firmware-Version des Blitzes aber nicht.

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Da kann man sich fragen, warum Sony die Firmware nicht auf den Blitz aufbringt. Die Firmware ist vom April 2020 und gekauft habe ich den Blitz im Sommer 2021. Die Software war also schon lange vor dem Kaufdatum raus. Oder der Blitz hat ewig beim Händler rumgelegen.

Das SW-Update wird über eine USB-Verbindung eingespielt und dauert ca. 20 Minuten, was ich verblüffend lange finde. Aber egal, jetzt ist es drauf und die Kamera verhält sich wie überall beschrieben.

Bei MHohner gibt es eine schöne Übersicht, welche Blitze sich untereinander und mit welcher Kamera vertragen. Auf der A7C kann ein HVL-60RM meine beiden alten HVL-58AMs über optische Signale steuern. Ich habe damit etwas experiment und das funktioniert wie erwartet.

Bildschirmfoto 2022 10 10 um 20 50 37

Komisch finde ich, daß man die Konfiguration des externen Blitzes in das Mein Menü aufnehmen kann, 

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aber nicht in das FN-Menü:

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Nach dem Firmware-Update steht die komplette Konfiguration des Blitzes auch im Kamera-Menü zur Verfügung:

 

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Vergleich Sony Alpha 850 und Sony Alpha 7C

11 Jahre lang war die Sony Alpha 850 meine primäre Kamera. Sie hat immer brav alles mitgemacht und funktioniert immer noch einwandfrei. 

Aber 11 Jahre sind natürlich eine lange Zeit in der Elektronik-Welt. Also war mal ein Upgrade fällig: es wurde eine Sony Alpha 7C.

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Lustigerweise hat sich die Auflösung gar nicht verändert, es sind immer noch 24 MegaPixel.

Die Bilder sind viel besser: viel mehr Dynamikumfang, Live-View mit einer brauchbaren Belichtungsbeurteilung, viel höhere (nutzbare) ISO-Werte, eingebaute Objektivkorrekturen, … 

Viel beeindruckender finde ich aber die Schrumpfung. Die Kamera ist so schön klein geworden und die Objektive haben so viel Gewicht verloren, das ist einfach toll.

Die Alpha 850 wiegt 935g, die Alpha 7C kommt auf 509g, das ist fast die Hälfte. Das A-Mount Zeiss 24-70 wiegt 995g, das E-Mount Gegenstück SEL2470GM2 kommt auf 695 g, das ist auch noch mal ein Drittel weniger.

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Dafür regt mich der Autofokus der A7C manchmal ziemlich auf. Der Autofokus der Alpha 850 ist ein typischer DSLR-Autofokus, im Kern in das ein großer Kreuzsensor in der Bildmitte: draufhalten und scharf; immer. Dann einfach den Auslöser andrücken und den Bildausschnitt verschieben, das ist total simpel und schnell.

Der Autofokus der A7C ist viel fortgeschrittener: Augen-Autofokus, viel mehr Sensoren, Phasen- und Kontrastautofokus, … alles. Nur leider geht die Automatik häufig auch ziemlich daneben und stellt auf irgendwas scharf. Wenn er funktioniert ist er toll, aber leider greift er gerne daneben. Das ist also etwas, wo ich tatsächlich öfters in die Kamera-Konfiguration eingreifen muss.

Um Belichtung etc. hingegen muss man sich im Kern gar nicht mehr kümmern, das geht einfach immer. Die Kamera neigt zu hellen Bildern, aber dafür gibt es ja die Belichtungskorrektor.

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Und die alte Alpha-Familien-Krankheit der Überbelichtung beim Blitz ist immer noch da, seit über einem Jahrzehnt. Aber auch dafür gibt es eine prima Blitzbelichtungskorrektur, eine halbe Blende runter damit und schon ist alles gut.

Daß der Autofokus keine Probleme mit Back- oder Frontfokus hat, ist schön; aber die habe ich bei meiner Alpha 850 auch nie gehabt. Das war immer alles fein, war vielleicht einfach etwas Glück. Aber wenn es prinzipiell nicht mehr vorkommen kann, ist das natürlich schick.

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Was der Alpha 7C fehlt, ist das vordere Rad. Aber die meisten Objektive haben inzwischen ein Blendenrad, welches ich gerne benutze; dann stört das fehlende Rad nicht mehr so. Und der Sucher bei der Alpha 850 ist natürlich ungeschlagen, der war selbst für eine DSLR unüblich groß und hell. Da kann die A7C nicht mithalten, aber so schlecht wie viele Artikel oder Videos den beschreiben, finde ich den A7C-Sucher auch nicht. Natürlich könnte er größer sein, aber dann hätte man auch wieder so einen Sucher-Trümmer auf dem Gehäuse oben drauf sitzen.

IINA, IINA+ und HDR Filme auf dem Mac

IINA kann leider keine HDR-Filme abspielen, jedenfalls nicht mit korrekten Farben. Bei IINA passiert ohnehin nicht mehr so ganz viel, was schade ist, denn das ist ein wirklich guter Video-Player für den Mac.

Aber es gibt einen Fork: IINA+. Noch ganz neu, aber schon einiges verbessert z.B. kann IINA+ HDR-Filme abspielen.

Bildschirmfoto 2022 01 27 um 20 30 48

Jetzt sind HDR-Screenshots auf einem SDR-Display natürlich ziemlich Gaga, aber in echt sieht das schon ziemlich cool aus. Immerhin kann man sehen, daß IINA+ die Farben nicht total kaputt macht.

Bildschirmfoto 2022 01 27 um 20 30 57

Der Optimus-Player kann das auch, ist aber leider nur als Intel-Binary und nicht für M1 verfügbar. Geht in Rosetta; die CPU-Last ist auch nicht so dramatisch, aber halt nicht nativ. Außerdem ist Optimus keine freie Software.

Black Mist Filter und Verwandte

Der Spieltrieb hat zugeschlagen: ich habe verschiedene Mist-Filter und seine Verwandten ausprobiert.

Filter auf das Sony SEL2470GM2 aufzuschrauben ist ziemlich hakelig, ein großer Durchmesser (82mm) und nur sehr wenige Gewindedrehungen verkanten sich leider schnell.

Die schwächeren Filter (K&F 1/4 und Hoya 0,5) sind schön bei Nacht und Gegenlicht wie Sonnenuntergängen oder Straßenbeleuchtungen.

Der Hoya 1 ist zu stark wenn die Lichtquellen im Bild sichtbar sind, dann überstrahlen die Lichthöfe große Teile des Bildes. Der taugt also eher für Available Light oder weiche Lichtquellen.

Der Glimmerglas 1 ist der schwächste Filter, hat aber auch einen etwas anderen Effekt. Die Lichthöfe und das Weichzeichnen sind da, aber der Nebeleffekt (Mist) fehlt. Der Glimmerglas verändert also den Kontrast und die Farben nicht. Ein schöner Filter für Tageslicht-Portraits. 

Alle Filter scheinen mir bei Tele-Objektiven stärker zu wirken als bei Weitwinkeln.

Fotografieren mit diesen Filtern ist wieder ein bisschen eine Wundertüte wie Film-Fotografie. Einmal wegen der Bilder selber (etwas flau, …) aber auch, weil ich nicht genau sehe, was passiert. Die Lichthöfe sehe ich im Sucher natürlich, aber die anderen Effekte sind so subtil, daß ich sie im Sucher nicht wirklich sehen kann. Erst auf dem großen Monitor sehe ich dann, was wirklich passiert ist. Das hat auch nichts mit dem angeblich schlechten Sucher der A7C zu tun, meine Sony A850 hat noch einen echten optischen Sucher, da ist das genauso.

Komisch finde ich, daß K&F stolz darauf ist, daß deren Filter vergütet ist. Hoya schreibt extra unvergütet drauf, damit der Effekt nicht kaputt geht und man schöne Flares bekommt.

Sony Alpha 7C mit SEL2470GM2 ohne Filter:

SEL2470GM2 Ohne Filter

SEL2470GM2 mit K&F Concept Nano-X Black-Mist 1/4 Filter:

SEL2470GM2  K F Concept 1 4

Der K&F ist ein Black-Mist-Filter mit Kontrastreduzierung, etwas Weichzeichner und Licht-Streuung. Die Preise bei K&F schwanken im Tagestakt und dann findet man ständig auch noch irgendwelche Gutscheine. Die K&F-Preise sind fast so dynamisch wie Gas und Lufthansa-Tickets. Da lohnt es sich wirklich zu warten und die Preise zu beobachten. 

SEL2470GM2 mt Hoya Mist Diffuser Black Filter N°1:

SEL2470GM2  Hoya 1

SEL2470GM2 mt Hoya Mist Diffuser Black Filter N°0.5:

SEL2470GM2  Hoya 0 5

Die beiden Hoyas sind sehr stark und am schwierigsten aufzuschrauben. Dafür machen sie insbesondere draußen schöne Bilder.

SEL100STFGM ohne Filter:

SEL100STFGM Ohne

SEL100STFGM mit Tiffen Glimmerglas 1:

SEL100STFGM Glimmerglass1

Der Tiffen Glimmerglas hat am wenigsten Mist-Effekt, macht aber schöne Lichthöfe um die Lichter. Den Glimmerglas habe ich nicht in 82mm, daher musste ich ein anderes Objektiv für das Bild verwenden.

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Analoge Scans von Nimmfilm Exif taggen

Über analoge Fotografie liest man ja in letzter Zeit wieder so viel. Das macht Lust auf Retro-Technik. Also habe ich für den Urlaub ein paar (Farb und SW) Filme bestellt und die alte Kamera wieder aus dem Schrank geholt.

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Toll ist, daß der A-Mount von Sony noch lange genutzt wurde und ich daher die Objektive meiner alten Sony Alpha 850 an der Minolta nutzen kann. Solche Objektive gab es damals entweder gar nicht oder wären unbezahlbar gewesen wären. Ich möchte lieber nicht wissen, was in den 90ern ein f2.8 Zeiss-Objektiv mit SSM-Motor gekostet hätte. Die waren ja selbst 2010 noch teuer.

Meine alte Minolta Dynax 7 mit dem Sony 24-70 f2.8 Zeiss (SAL2470Z) hat also im Urlaub nach über 20 Jahren mal wieder Bilder gemacht.

Sie funktioniert einwandfrei, nur diese gummierte Oberfläche auf der Rückseite ist etwas gubbelig geworden. Das ließt man aber von vielen Kameras aus dieser Zeit. Die Gummierung sollte damals das Gehäuse griffiger machen, jetzt ist es extra griffig 🙁

 

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Entwickelt und gescannt hat Nimmfilm die Filme. So ganz billig ist der Spaß nicht, aber das dürfte heute alles Kleinserien-Handarbeit sein. Von daher geht der Preis in Ordnung;  Hobbies kosten halt Geld. Und Negative scannen ist Fummelarbeit.

Nach wenigen Tagen (schneller als auf der Webseite beschrieben) kam der Downlink mit einem großen ZIP-Archiv, worin die TIFF-Dateien steckten:

  • 5444*3649 Pixel
    • Also ca. 20 MegaPixel Auflösung
  • 8 Bit Farbtiefe
  • Adobe RGB Farbraum
  • TIFF lossless mit ZIP-compression
  • Die Größe schwankt zwischen 35 und 45 MegaByte pro Bild

Die Scan-Qualität gefällt mir ziemlich gut. Die Scans sind sehr sauber beschnitten, man sieht keine Film-Ränder, die Bilder stehen gerade, … die Farbumkehr der Negativ-Filme macht einen guten Eindruck. Ich habe das vor Jahren mit selbst-gemachten Farb-Negativ-Scans mal versucht und mir da ziemlich einen bei abgebrochen.

Die Auflösung scheint mir die obere Grenze zu sein, mehr bekommt man aus 35mm Filmen nicht raus.

Als Download-Server kommt wetransfer zum Einsatz. Immerhin sitzen die in Europa, machen aber keine Aussagen zum Serverstandort, Verschlüsselung und zum Datenschutz. Gerade für Fotos könnte man da sicherlich noch was verbessern.

Sehr merkwürdig hat sich Capture One verhalten. Beim Versuch die Bilder zu importieren hat C1 die Thumbnails ständig kaputt gemacht: sie angelegt, dann gemixt und dann wieder neu erzeugt. Löschen, neu importieren, … hat alles nicht geholfen; wieder der gleiche Effekt.

Auch war die Darstellung nicht scharf. C1 lädt ja das Thumbnail und bringt dann nach einem Augenblick das Bild in voller Auflösung. Die volle Auflösung kam aber nicht, zuerst dachte ich, daß die Bilder allesamt unscharf wären (Scan oder Autofokus-Probleme). Aber Apple Foto (Mac) importiert die Dateien einwandfrei und zeigt sie auch knackscharf an, an den Dateien liegt es also nicht.

Damit ich die Bilder in C1 einsortiert bekomme und auch wiederfinde, habe ich mit exiftool die EXIF-Daten (Filme, ISO, Datum, Kamera, …) reingeschrieben:

exiftool "-CreateDate=2022:07:01 12:34:56" -ISO=100 -Make="Kodak Ektar" -Model='Minolta Dynax 7' -lenstype="A-Mount" -lensspec="Zeiss Vario-Sonnar T* 24-70mm F2.8 ZA SSM" -lensinfo="24-70mm f/2.8" -lensmodel="24-70mm F2.8 ZA SSM" *.tif

exiftool "-CreateDate=2021:08:16 12:34:56" -ISO=125 -Make="Ilford FP4 Plus" -Model='Minolta Dynax 7' -lenstype="A-Mount" -lensspec="Zeiss Vario-Sonnar T* 24-70mm F2.8 ZA SSM" -lensinfo="24-70mm f/2.8" -lensmodel="24-70mm F2.8 ZA SSM" *.tif

Theoretisch könnte man die Daten sogar bildgenau aus der Dynax auslesen, für einige Filme speichert die Kamera die Belichtung, Blende, … aber ich habe diesen komischen Adapter dafür nicht. Und ich müsste mir gemerkt haben, welcher Film welcher war.

Bildschirmfoto 2022 08 25 um 22 16 36

Danach hat C1 die anstandslos importiert, was auch immer C1 an den original TIFF-Dateien gestört hat. Vielleicht mag C1 keine TIFFs ohne Exif-Daten, sehr merkwürdig.

Zum Spaß habe ich im Urlaub auch noch einen Satz Silbersalz35 verknippst. Da bin ich ja mal gespannt, wie die wohl aussehen.

SilberSalz35 Film

Im Urlaub habe ich eine Ladung SilberSalz35 250D verschossen. Zum Einsatz kam wieder die Minolta Dynax 7 mit dem Sony 24-70 f2.8 Zeiss (SAL2470Z)

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und dem Sony 70-200mm f2.8 G (SAL70200G):

IMG 1127

Ich finde das immer noch toll, daß die Kamera und die Objektive sich so gut vertragen. Da liegt immerhin eine Firmenübernahme und über ein Jahrzehnt dazwischen.

Vom Einschicken der Filme bis zum Download der Scans hat das ca. 10 Tage gedauert. Der Download kommt per Dropbox mit PW gesichert.

2021 08 15 12 34 56 2

Es sind drei Auflösungen dabei:

  • JPEG mit 14204×8917 mit Quality: 95
  • JPEG mt 4000×2511 mit Quality: 94
  • Jpeg2000 lossless mit 14204×8917 und Dateigrößen um die 70MB pro Bild

Die normalen JPEGs sind mit Exif-Tags versehen:

Properties:
date:create: 2022-09-06T18:20:05+00:00
date:modify: 2022-09-06T15:45:08+00:00
date:timestamp: 2022-09-08T18:11:54+00:00
exif:Artist: SILBERSALZ35 250D
exif:ColorSpace: 65535
exif:ComponentsConfiguration: ....
exif:Copyright: blablabla
exif:ExifOffset: 314
exif:ExifVersion: 0210
exif:FlashPixVersion: 0100
exif:ImageDescription: CONVERTED WITH PHOEBUS BY POST-FX
exif:Make: SILBERSALZ
exif:Model: APOLLON 14K CINE SCANNER
exif:PixelXDimension: 4000
exif:PixelYDimension: 2511
exif:Software: CAPTURE ONE CULTURAL HERITAGE
exif:YCbCrPositioning: 1
icc:copyright: Copyright 2000 Adobe Systems Incorporated
icc:description: Adobe RGB (1998)

Leider kann mein Capture One die JP2-Dateien nicht aufmachen. Da scheint beim Port auf Apple Silicon verloren gegangen zu sein, früher ging das. Das ist sehr ärgerlich.

Digikam kann JP2, stürzt aber kommentarlos einfach ab, wenn es die JP2-Dateien aufmachen will.

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Aber ImageMagick kann das natürlich nach TIFF konvertieren und das geht dann in Capture One:

convert 100_FULL_03_250.jp2 TIFF64:100_FULL_03_250.tiff

Oder den ganzen Order mt

mogrify -compress zip -format tiff *.jp2

Das ergibt dann TIFF-Dateien mit 650MB. So groß war früher eine ganze Festplatte (meine erste hatte 30MB). Und da in den JP2-Dateien keine Exif-Tags drin sind, müssen die auch noch rein:

exiftool "-CreateDate=2022:08:15 12:34:56" -ISO=125 -Make="SilberSalz35" -Model='Minolta Dynax 7' -lenstype="A-Mount" -lensspec="Zeiss Vario-Sonnar T* 24-70mm F2.8 ZA SSM" -lensinfo="24-70mm f/2.8" -lensmodel="24-70mm F2.8 ZA SSM" 060_FULL_02_250.tiff

2021 08 15 12 34 56 3

Die Scans sind von guter Qualität, die 14K Auflösung scheint mir deutlich übertrieben zu sein; solch eine Auflösung hat ein analoger Film einfach nicht. Interessant an den JP2-Dateien ist aber die volle Farbtiefe, die normalen JPEG-Dateien haben halt nur 8 Bit.

Der Beschnitt bei den SilberSalz35-Dateien ist nicht immer ganz perfekt. Da ist manchmal links oder rechts noch was vom Nachbarbild dran. Die Nachbarbilder sind dann aber komplett, da ist also nur was doppelt und nichts abgeschnitten. Und alle Scans haben einen schwarzen Rahmen.

2022 08 11 12 34 56

Verglichen mit den Kodak Ektar 100 Filmen und den Scans bei Nimmfilm bin ich etwas gespalten. Silbersalz35 ist preisgünstiger, dafür sind die Nimmfilm-Scans sauber beschnitten und kommen in normalen TIFF-Dateien.

Die SilberSalz35-Filme gefallen mir gut, ich werde mir wieder welche bestellen. Der Service ist gut und die Scans sind auch gut. Nur das JPEG 2000-Datenformat ist etwas unhandlich. Aber als TIFF wäre der Download von vier Filmen wegen der 14K Auflösung ca. 50 GB groß, das ist für viele Kunden sicherlich zu viel zum Downloaden.

Das hat beides so seine Vor- und Nachteile.

2021 08 15 12 34 56 1

Das der SilberSalz35 jetzt tolle Farben oder so hat, wäre mir nicht aufgefallen. Vielleicht war das Licht dafür aber auch zu normal. Damit die Farben halbwegs vernünftig aussehen, ist auf jeden Fall etwas Nachbearbeitung notwendig: Schwarz- und Weißwerte anpassen, Weißabgleich etwas kühler machen und im HDR-Regler die Tiefen und Lichter einstellen. Das meiste davon macht die Capture One Anpassungsautomatik gar nicht so schlecht.

Schlechte Capture One Styles

Einige (freie) Capture One Styles, beinhalten nicht nur das, was man erwarten würde:

➜ Styles grep -i lens *
01_Best Collection_Contrast.costyle: <E K="LensAperture" V="4" />
01_Best Collection_Contrast.costyle: <E K="LensChromAbrCustomCurve" V="|" />
01_Best Collection_Contrast.costyle: <E K="LensChromAbrDefaultCurve" V="0,0;2995,0.0412999987602234;5990,0.0230000000447035;8986,-0.114600002765656;11981,-0.430999994277954;20735,-2.94160008430481|0,0;2995,0;5990,0;8986,0;11981,0;20735,0" />
01_Best Collection_Contrast.costyle: <E K="LensChromAbrOrigin" V="1" />
01_Best Collection_Contrast.costyle: <E K="LensDiffractionCorrectionEnabled" V="1" />
01_Best Collection_Contrast.costyle: <E K="LensFocalLength" V="41" />
01_Best Collection_Contrast.costyle: <E K="LensGeoAbr" V="|0.000000|1|0|0" />
01_Best Collection_Contrast.costyle: <E K="LensIdGuid" V="D805B99D-D78A-4C81-9801-E0E47FF76BB8" />
01_Best Collection_Contrast.costyle: <E K="LensLCCDustRemovalEnabled" V="0" />
01_Best Collection_Contrast.costyle: <E K="LensLccLightFalloff" V="0" />
01_Best Collection_Contrast.costyle: <E K="LensLccLightFalloffAmount" V="0" />

Sondern auch Einstellungen für die Objektiv-Korrektur?

Da sind wohl einige Leute beim Erstellen von Styles etwas übereifrig.