TotalCommander 11

Unfassbar daß es den immer noch gibt: TotalCommander in der Version 11.

 

Bildschirmfoto 2023 08 03 um 08 59 40

Bei mir liegt im Schrank mein immer noch funktionierender Freischalt-Schlüssel rum:

Bild 03 08 23 um 08 58

Nur habe ich heute weder ein Laufwerk, welches diese Diskette noch lesen könnte; noch ein Windows auf dem ich den TotalCommander benutzen könnte. Leider hat der TotalCommander es nie auf den Mac oder Linux geschafft. 

Noch älter dürfte nur meine ZOC-Lizenz sein, die ich damals für Mailboxen mit Modem und OS/2 gekauft habe. Auch die funktioniert immer noch, jedenfalls als ich das vor Jahren aus Neugier mal ausprobiert habe.

Der MP3Tag hat es ja auf den Mac geschafft. 

Infrarot-Umbau Sony A7M1 und Lumix S1R

Der Umbau einer spiegellosen Kamera auf Voll-Spektrum / Infrarot scheint eine ganze Menge Arbeit zu sein:

https://kolarivision.com/the-panasonic-s1r-disassembly-and-teardown/

Kolari hat die Panasonic auseinander genommen, damit man die Filter (die getauscht werden) mal sehen kann. Kolari hat auch ein Teardown-Video über die Alpha 7R gemacht:

:

Und hier die Innenansicht einer Sony Alpha 7 Mark 1 von Lensrentals:

https://www.lensrentals.com/blog/2014/01/the-a7r-teardown-a-look-inside-sonys-awesome-full-frame-mirrorless-camera/

Das gibt es auch als Video, welches ich aber nicht so übersichtlich finde:

Backup auf MagentaCloud mittels rclone

Ich wollte schon lange ein Cloud-Backup für das NAS haben. Für Stratos HiDrive gibt es eine App auf dem NAS, ebenso für die großen Cloud-Dienste wie S3, Azure, … Aber halt nicht für MagentaCloud.

Bildschirmfoto 2023 06 10 um 22 00 10

(S)FTP kann die MagentaCloud nicht, … nur Webdav. Nur kann das Asustor leider kein Webdav als Sicherungsziel, dafür aber S(FTP), rsync, …

Ich habe eine Weile mit verschiedenen Tools (Duplicati, …) experimentiert, … das war aber alles Murks., … Entweder zu kompliziert, oder keine eingebaute Verschlüsselung, oder hersteller-spezifisch, … irgendwas ist immer. Der Magentacloud-Mac-Client kann E2E-Verschlüsselung, bringt sich beim Hochladen von Gigabyte-großen Dateien um und ist dafür nicht zu gebrauchen. Zumal er nur auf Clients läuft, nicht auf dem NAS oder meinem Raspi-Server.

Eine vernünftige Verschlüsselung ist wichtig, da ich die Dateien nicht unverschlüsselt in einer Public Cloud liegen haben will.

Jetzt habe ich rclone entdeckt. Warum mir das vorher entgangen ist, ist mir total unklar. Überall finden sich immer nur Artikel über rsync, … rclone scheint nicht besonders bekannt zu sein.

 

Rclone

Rclone kann mit Webdav als Ziel arbeiten, hat eine Verschlüsselung eingebaut (nur der Standard-Schlüssel ist etwas kurz), kann syncen, ist multi-platform, ist quell-offen (MIT), …

Es steht nicht auf dem Asustor zur Verfügung, aber auf dem Raspberry lässt sich es trivial installieren. Der holt sich dann die Freigaben vom NAS und synchronisiert die Dateien in die MagentaCloud. Eigentlich ist es ja ohnehin sinnvoll, wenn man vom zu sichernden Gerät nicht an das Backup rankommt; falls doch mal jemand einbricht, kommt er an das Backup nicht auch gleich noch mit ran.

Mit rclone config eine Konfiguration für die Magentacloud anlegen:

[magentacloud]
type = webdav
url = https://magentacloud.de/remote.php/webdav/
vendor = other

Das einzige, was man wissen muss, ist der komische Webdav-Pfad der Magentacloud. Wieso heißt das nicht einfach https://webdav.magentacloud.de oder so?

Danach ein zweites Sicherungsziel anlegen: das ist der verschlüsselte Container innerhalb des ersten Zieles.

[secret]
type = crypt
remote = magentacloud:sicherung

Das ist auch gut in der Doku beschrieben. 

Danach kann man den Cryptp-Container namens „secret“ einfach ansprechen:

rclone ls secret
rclone copy /media/nas/ secret:sicherung

Jetzt muss ich nur noch fast 1 TB Daten hochladen. Aber wozu gibt es Glasfaser-Internet-Anbindungen?

Infrarot-Photographie mit den Sony 24mm F1,4GM (SEL24F14GM)

Das Sony 24 mm F1,4 (SEL24F14GM) ist nicht gut für Infrarot-Photographie geeignet. Es ist in der Mitte deutlich heller, der Helligkeitsverlauf ist schon ab Offenblende ziemlich verbeult:

F4 Sony FE 24mm F1 4 GM  SEL24F14GM

Die Übergänge sind sehr weich, aber wenn man versucht das zu korrigieren, dreht man schon kräftig an den Reglern:

F4 Sony FE 24mm F1 4 GM  SEL24F14GM 4

Außerdem produziert es Flares wie verrückt:F1 4 Sony FE 24mm F1 4 GM  SEL24F14GM

F4 Sony FE 24mm F1 4 GM  SEL24F14GM 1

F4 Sony FE 24mm F1 4 GM  SEL24F14GM 2

F4 Sony FE 24mm F1 4 GM  SEL24F14GM 3

Stellenweise ganz hübsch, aber bei 24 mm ist die Sonne ja quasi immer Bild und damit auch die doch recht dominanten Flares.

F4 5 Sony FE 24mm F1 4 GM  SEL24F14GM

Infrarot-Photographie mit dem Sony 40mm f2.5 G (SEL40F25G)

Das Sony 40mm f2.5G (SEL40F25G) hat keine Infrarot-Hotspots.

F16 Sony FE 100mm F2 8 STF GM OSS  SEL100STFGM

Ich habe für die gleiche Szene einmal die ganze Blendenreihe durchgeknipst. Der Filter ist ein RG1000 von Heliopan, die Kamera ist eine Vollspektrum-Sony Alpha 7M1.

F2,5:

F3 5 Sony FE 40mm F2 5 G  SEL40F25G 1

F2,8:
F2 8 Sony FE 40mm F2 5 G  SEL40F25G

F3,5:F3 5 Sony FE 40mm F2 5 G  SEL40F25G

F4,0:F4 Sony FE 40mm F2 5 G  SEL40F25G

F5,6:F5 6 Sony FE 40mm F2 5 G  SEL40F25G

F8,0:F8 Sony FE 40mm F2 5 G  SEL40F25G

F11:F11 Sony FE 40mm F2 5 G  SEL40F25G

F16:F16 Sony FE 40mm F2 5 G  SEL40F25G

F22:F22 Sony FE 40mm F2 5 G  SEL40F25G

Ich konnte auch auf anderen Bildern keine Hotspots, … finden. Ein Bild aus der Reihe ist insgesamt etwas heller, da habe ich wohl mit der Belichtung nicht aufgepasst. Im Gegensatz zu dem 24mm f1,4GM erzeugt es auch keine übermäßigen Flares. Ein insgesamt sehr schönes Objektiv, auch für Infrarot-Photographie.

Importiert habe ich die Bilder mit Capture One 23 und den Standard-Korrekturen, die C1 halt so macht. Die S/W Wandlung ist auch mit C1 und einem der mitgelieferten Stile passiert.

Infrarot Fotografie mit einer Sony Alpha 7 M1

Bei www.mpb.com ist mir eine für Infrarot umgebaute Sony SLT (APS-C) aufgefallen; für den Spaßpreis von 156€. Da war ich ja ernsthaft versucht die zu kaufen. Aber meine A-Mount Objektive sind nicht gut für Infrarot geeignet, da sie dieses Hotspot-Problem haben. Und jetzt noch A-Mount-Objektive kaufen (die Infrarot-tauglich sind) ist auch irgendwie Quatsch. Außerdem schleppt man dann wieder so viel Krempel durch die Gegend: zwei Gehäuse, zwei Sätze Objektive, …

Zu Film-Zeiten habe ich mal mit Infrarot-Fotographie experimentiert. Aber Belichtung und Schärfe waren schwierig, da man ja immer nicht sah, was passierte. Nur sehr wenige Objektive hatten Fokus-Markierungen für Infrarot und der Autofokus lag meistens daneben. Zudem waren die Filme recht teuer; das war interessant, aber so richtig spaßig war das nicht.

Bei eBay (https://www.ebay.de/str/infraredcameraconversion) fand ich dann eine auf Voll-Spektrum umgebaute Sony Alpha 7 Mark 1 mit 1334 Auslösungen. „Neuwertig, komplett mit allem Zubehör, extra Akku und in OVP. Teurer als die Sony SLT, aber dafür e-Mount und spiegellos.

IMG 1377

Eine spiegellose Kamera mit Kontrastautofokus hat zudem die Fokusprobleme bei Infrarot nicht mehr. Und man sieht sofort, ob die Belichtung stimmt. Als Bildstil kann man direkt in der Kamera s/w einstellen, dann sieht man sogar ungefähr die Bildwirkung. Das klingt nach viel weniger Ärger und mehr Spaß.

Einige Berichte verweisen auf das Sony Zeiss 55 mm f 1,8 für Infrarot: keine Hotspots und auch für normale Fotografie ein tolles Objektiv. Außerdem passen meine alten 49 mm Infrarot-Filter aus Film-Zeiten drauf. Klingt gut.

 

IMG 1374

Das Zeiss hat eine hohe Schärfe bis Blende 8. Optimal ist die Schärfe zwischen Blende 4 und 5,6. Ab Blende 11 geht die Beugungsunschärfe bei 24 MegaPixel-Kameras los, jedenfalls für das normale sichtbare Licht.

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Sony A7M1 und das Zeiss 55 mm: eine tolle Kombination.

Bei Infrarot ist das mit der Beugung alles etwas anders:

Bei reinem Infrarot ab 850 nm Filter sollte man 2 Blenden unter der optimalen Schärfe bleiben. Bei Rot und Infrarot mit einem 590 nm oder 720 nm Filter sollte man 1 Blende drunter bleiben. Heißt also Blende 5,6 für Rot/Infrarot und Blende 4 für reines Infrarot.

 

IMG 1376
Die Sony Alpha 7 Mark I hat keinen Image-Stabilzer und das Zeiss 55 mm auch nicht. Seit der DImage A1 vor 20 Jahren hatten alle meine Kameras einen Image-Stabilizer, da muss man sich auch erst mal wieder dran gewöhnen, die ersten Bilder waren unscharf.

Die ersten brauchbaren Infrarot-Bilder:

2023 04 03 20 29 30

2023 04 03 20 29 47

2023 04 03 20 31 14

2023 04 03 20 33 24

2023 04 03 20 39 29

Der Bildeindruck ist schon speziell. Sieht aus wie im Winter, war aber im April zur blauen Stunde.

Der Unterschied zwischen einer Alpha 7C und einer A7M1 ist schon kräftig. Der A7M1 Autofokus pumpt gerne und ist viel langsamer. Das Menü hat kein Quick-Menü, viele Funktionen fehlen noch: weniger Fokus-Modi, keine lossless Raw, Phasenautofokus-Sensoren nur in im mittleren Bereich, … braucht man aber für Infrarot nicht alles zwingend. Zwischen den Kameras liegen immerhin 7 Jahre, das macht sich schon deutlich bemerkbar.