Sony FE 28mm f2 und Infrarot

Das Sony FE 28mm f2 Objektiv (Sel28f20) macht sich für Infrarot-Fotografie ganz gut. Da es ein älteres und preiswertes Objektiv ist, ist das kein modernes Spitzenobjektiv was Schärfe etc angeht. Aber deswegen ist es gebraucht günstig zu bekommen.

Darktable liest für die automatische Objektivkorrektur die Korrekturwerte aus den EXIF-Daten aus, die beheben allerdings die Vignette nicht ausreichend. Die Lensfun-Daten in Darktable sind viel besser, müssen aber manuell ausgewählt werden.

Es flart kräftig wenn man direkt in die Sonne fotografiert:

Sobald die Sonne aber aus der Bildmitte raus ist, lässt das schnell nach:

Blende 9.5 Zeit 1:200 ISO 125.

Hier einmal die ganze Blendenreihe von f2.0 bis f22 durch. Bis f11 passiert gar nichts, danach kann man (wenn man will) eine leichte Aufhellung durch einen Hotspot sehen. Auf Edward Nobles Testbildern sieht das dramatischer aus als auf echten Bildern.

Blende 2.0 Zeit 1:500 ISO 125.Blende 2.4 Zeit 1:350 ISO 125.Blende 2.8 Zeit 1:250 ISO 125.Blende 3.5 Zeit 1:200 ISO 125.Blende 4.0 Zeit 1:125 ISO 125.Blende 4.5 Zeit 1:60 ISO 125a.Blende 5.6 Zeit 1:45 ISO 125.Blende 6.7 Zeit 1:30 ISO 125.Blende 8.0 Zeit 1:20 ISO 125.Blende 9.5 Zeit 1:15 ISO 125.Blende 11.0 Zeit 1:10 ISO 125a.Blende 13.0 Zeit 1:8 ISO 125.Blende 16.0 Zeit 1:6 ISO 125.Blende 19.0 Zeit 1:4 ISO 125.Blende 22.0 Zeit 0.3 ISO 125.

7artisan 4mm Fisheye

Beim Aufräumen habe ich aus Film-Zeiten noch ein Peleng 8mm Fischauge gefunden. Ich habe das aus Neugier damals gekauft und dann nach drei Experimenten nie wieder benutzt. Der Bildkreis ist zu groß, sodaß das Bild beschnitten war. Das Peleng war nie für 35mm gedacht, sondern für irgendein anderes Format. Und zu Filmzeiten hat man ja nie gesehen, was man dort gemacht hat. Stimmte die Belichtung? … Alles Murks. Und die Bildqualität war auch nicht so dolle.

Aber heute haben wir ja MIrrorless-Kameras mit Echtzeit-Vorschau und preiswerte und optisch gute Objektive: 7artisan 4mm APS-C FIsheye.

Auf die Finger und Füße muss man allerdings aufpassen, sonst sind die im Bild. Und bei der Sony A7R5 ragt sogar der Kameragriff knapp ins Bild rein. Bei der Sony A7C ist das kein Problem, da der Griff dort kleiner ist. Am besten geht es mit 2 Sekunden-Selbstauslöser: auslösen und dann die Kamera vom Körper weg und die Finger aus dem Bild.

Sobald man die Sonne im Bild hat (also quasi immer) ergeben sich Flares und Ghostings. Die Störungen außerhalb des Bildkreises kann man gut wegschneiden, mit denen im Bild muss man halt leben. Aber die Effekte sind im Vergleich zum Peleng nachgerade harmlos.

DSC01743 (1).

Leider fällt bei dem 7artisan der Deckel ziemlich leicht ab, der klemmt nur ganz leicht. Und eine Gegenlichtblende gibt es natürlich auch nicht. Die vordere Linse ist daher immer in Fingerpatschenreichweite.

Mit dem Super 35mm Modus sinkt die Auflösung, aber dafür ist es fast bildfüllend. 

Aber ein lustiges Objektiv: sinnlos und unterhaltsam.

Exif Tags für das 7artisan 4mm Fisheye

Da die Kamera mangels elektronischer Kontakte keine Exif-Daten reinschreibt:

exiftool -FocalLength=“4.0 mm“ -LensMake=“7artisan“ -LensModel=“4mm F2.8 Circular Fisheye“ *.ARW

Und für das alte Peleng 8mm Fisheye:

exiftool -FocalLength=“8.0 mm“ -LensMake=“Peleng“ -LensModel=“8mm f3.5 Fisheye Lens“ *.ARW

Sony Alpha 7 WIFI und FritzBox

Die Fritzbox hat eine Konfigurationsmöglichkeit um die WiFi-Sicherheit zu verbessern:

Bildschirmfoto 2025-09-14 um 17.31.40.Bildschirmfoto 2025-09-14 um 17.32.10.

Standard-Einstellung ist „ein“. Netzwerk-Sicherheit ist immer gut, also abschalten und mal schauen, was dann nicht mehr gut.

Hat ein paar Tage gedauert, bis ich was gefunden habe: alle Shellies, Rechner, Apple-Geräte, Drucker, Scanner, … alles geht.

Nur die Sony Alpha 7 Kameras mögen das nicht; sie können sich dann nicht mehr mit dem WiFI verbinden. Na gut, also wieder angeschaltet.

Sony STF

Minolta Dynax 7

Dieses STF-Ding hat mich seit Jahrzehnten interessiert. Schon die alte Minolta Dynax 7 aus dem 90ern hatte im Handbuch eine Funktion beschrieben, die die Bildwirkung des Minolta STF-Objektives simuliert. Nur stand im Handbuch leider nicht drin, was denn da genau passiert.

Bildschirmfoto 2024-11-28 um 19.30.41.

Erklärung aus dem Handbuch:

Der „STF-Modus“ verändert die Blende während der Belichtung. Das führt dazu, dass die Unschärfekreise zu den Rändern hin „verblassen“, da das Zentrum bei allen Blendenöffnungen Licht empfängt, die Ränder jedoch nur bei großen Blendenöffnungen (da die Kreise bei abgeblendeter Blende kleiner werden).

Ich habe damals etwas damit gespielt, habe aber nie einen wirklichen Unterschied damit sehen können.

Aber Sony bietet heute den x-ten Nachfolger dieses alten Minolta Objektives an. Vermutlich ist das Original ja besser als eine Emulation. Und heute findet man im Internet einige Beispielbilder mit diesem Objektiv.

Bei Ebay wurde im Sommer eines als Vorführware von einem Händler angeboten. Bei dem Preis musste ich zuschlagen. Diese STF-Objektive sind leider recht selten gebraucht zu bekommen, vermutlich verkaufen die sich nur in sehr kleinen Stückzahlen und daher ist der Gebrauchtmarkt entsprechend klein.

Ausstattung

Das Objektiv ist hervorragend verarbeitet, hat einen Image Stabilisier, einen Blendenring, einen Makro-Ring, einen Wetterschutz und all das übliche GM-Zeugs. Der Autofokus ist schnell und leise. Die Sonnenblende hat vorne einen Gummiring und ist innen beflockt. Die Sonnenblende muss auch wirklich drauf, das Objektiv hat einen leichten Hand zum Flaring.

Insgesamt hat Sony hier alles ausgepackt, was sie einem Objektiv angedeihen lassen können. Außer Gewicht sparen, das passte nicht mehr rein.

Das Objektive ist innen-fokussiert und fühlt sich verblüffend schwer an wenn man es das erste Mal in der Hand hat. Mein Zeiss Basis 135 hat ungefähr die gleiche Größe und wiegt gefühlt die Hälfte.

Bildqualität

Die Bildqualität ist über allem erhaben. Keine unscharfen oder dunklen Ecken, keine CAs, … und das bisschen was man beim Pixel-Peepen finden kann wenn man sucht, korrigiert Capture One alles weg.

Brennweite

Es handelt sich hier um eine Festbrennweite, die mit 100 mm etwa unüblich ist. Meistens findet man 85mm oder 135mm Festbrennweiten. Die 100 mm liegen genau dazwischen und eigenen sicher daher primär für Portraits; aber mit 100 mm kann man auch viele andere Dinge machen.

Für drinnen sind die 100 mm manchmal schon etwas viel, da braucht man deutlich mehr Platz als mit den typischen 85 mm.

Maximale Blendenöffnung

Das f/2,8 im Namen gibt die größte Blendenöffnung dieses Objektivs an. Das ist missverständlich, das Objektiv hat zwar eine 2.8er Blendenöffnung, lässt aber deutlich weniger Licht durch. Daher der T-Stop von f5,6, der auch in den Exif-Daten drin steht. Jetzt ist 5,6 schon deutlich dunkler als 2,8 aber auch nicht viel dunkler als viele Kit-Objektive, Super-Zooms, … und bei den heutigen Kameras mit ihrem niedrigen ISO-Rauschen habe ich da kein Problem mit.

Der Unterschied zwischen F-Stop und T-Stop ist einfach zu erklären mit einem Graufilter. Wenn ich einen Graufilter vor ein f2,8 Objektiv schraube, ist es immer noch ein 2,8er Objektiv. Aber es kommt halt nur noch  wenig Licht wie bei einem f5,6 Objektiv durch. Und schlussendlich ist in dieses Objektiv ein radialer Verlaufsfilter in den Strahlengang eingebaut.

Bilder

Beispiel-Bilder gibt es heute nicht, da sind nämlich überall Menschen drauf.

Aber es gibt genügend davon:

Fazit

Ich frage mich, ob das Sony 100mm f/2.8 STF nicht zu sehr ein One-Trick-Pony ist? Das Sigma 85 mm f 1,4 kostet weniger, ist deutlich leichter und massiv lichtstärker. Ähnliches gilt für das Zeiss Basis 135 mit f2,8. Und vermutlich gilt das auch für Sony 135 mm, welches ich aber noch nie in der Hand hatte.

Das Sony 90mm f/2,8 Makro bringt locker die gleiche Schärfe, bessere Low-Light-Tauglichkeit und eine echte 1:1-Makrofunktion. Ist aber auch nicht billig.

Aber das STF hat einfach die besten Hintergrundunschärfe und die Schärfentiefe ist deutlich besser als bei f1,4. Bei 1,4 passiert es mir immer wieder mal, daß die Augen scharf sind, und die Ohren schon nicht mehr. Die Schärfentiefe beim STF-Objektiv sieht eher wie bei einem f4,0 aus, die ist schon deutlich größer. Da bekommt man auch mal einen ganzen Pferdekopf scharf auf das Bild.

Management-Summary

Das Objektiv hat eine physikalische Blende von f/2,8, belichtet wie f/5,6, hat die Tiefenschärfe eines f4,0 und erzeugt dabei das beste Bokeh der Welt.

Altglas: M42 auf E- und A-Mount

Und wieder Adapter. Dieses mal sind es M42 Adapter für Sonys E-Mount und dessen A-Mount Vorgänger.

Wieder bieten sowohl Novoflex als auch K&F Adapter an, die sich nicht viel nehmen:

Und mit Zeiss Biotar 58 mm und Flektogon 35 mm:

Funktionieren beide einwandfrei, wackeln nicht, … alles prima. Wie bei den SR-Adaptern finde ich den K&F etwas handlicher.

Mit dem Zeiss Ultron 50mm auf der Sony Alpha 7C ist das schön klein, das kann man prima mitnehmen:

Für den A-Mount gibt es einen sehr dünnen Ring, da das Objektiv näher an die Filmebene ran muss als bei SR- oder A-Mount Objektiven. Das Objektiv ragt dann ein klein wenig ins Gehäuse hinein:

Ring auf dem Gehäuse

:

Und mit dem Zeiss Biotar 58 mm:

Spaß macht das nur bedingt: macht man die Blende zu, wird es im Sucher zappenduster. Und die Minolta Dynax 7 hat natürlich kein Fokus Peaking oder ähnliches. Die Funktion „Auslösen ohne Objektiv“ muss angeschaltet werden, die Kamera weiß ja nicht, daß da ein Objektiv ist.

Autofokus bei Sony LA-EA4 und LA-EA5

Was sich mir überhaupt nicht erschließt ist die Adapter-Logik bei Sony. Es gibt den LA-EA4 und den LA-EA5.

Der LA-EA4 ist der größere von beiden und hat einen SLT-Spiegel eingebaut, er unterstützt Phasenautofokus für A-Mount Objektive mit und auch ohne eingebauten Autofokusmotor. Augenautofokus oder Tracking kann er gar nicht, und man hat nur die zentralen AF-Sensoren zur Verfügung. Vermutlich ist das schlussendlich die AF-Baugruppe aus einer älteren Sony DSLR. Und wegen des halbdurchlässigen Spiegels verliert man 1/3 des Lichts. Das ist heute nicht mehr so dramatisch wie früher, da das Rauschverhalten viel besser geworden ist, aber doof ist es trotzdem.

Da er seine eigene Autofokus-Technik hat und nicht die von der Kamera nutzt, kann man sich dort diese Back-Fokus-Probleme einfangen. Deswegen unterstützten einige E-Mount Kameras noch das dafür notwendige Micro-Alignment.

Der LA-EA5 ist genauso dick, aber viel leichter und kleiner, da er innen quasi leer ist und auch diesen Klotz unten dran nicht hat.

Der LA-EA5 unterstützt sowohl den Phasen- als auch den Kontrasterkennungs-Autofokus und nutzt die in der Kamera vorhandene Autofokus-Technik. Er hat auch keine Probleme mit Back-Fokus etc. mehr, da die Fokus-Messung direkt auf dem Sensor stattfindet. Da er keine optischen Elemente hat, kann er den Bildeindruck des Objektives nicht verändern (weder positiv noch negativ). Und Licht schluckt er auch nicht.

Er unterstützt an allen Alphas den Phasenautofokus für A-Mount Objektive mit eingebauten Autofokusmotoren. Viele Objektive haben aber keinen eigenen Motor, sondern werden vom Motor im Gehäuse über eine Stange im Bajonett angetrieben. Solch ein Motor ist im Adapter eingebaut, aber er funktioniert nur an wenigen Gehäuse-Modellen; warum auch immer. Das kann doch eigentlich nur ein SW-Problem sein. Wenn der AF denn funktioniert, hat man dafür auch Augenautofokus was die alten A-Mount Kameras natürlich nie konnten. An der A7C Mark 1 funktioniert der Stangenantrieb nicht, aber Objektive mit eingebautem Motor arbeiten einwandfrei.

An einem aktuellen Alpha-Modell gibt es dann alles: Autofokus mit jedem Objektiv-Antrieb (SSM, SAM und Stange), Augenautofokus, alle AF-Sensoren die die Kamera hat, …

Und mit der A7CM1 gibt es nur manuellen Fokus, denn das Minolta 85 mm hat keinen eingebauten Motor.

Klemmt man den LA-EA4 hingegen an eine neue Kamera ran, geht der Autofokus überhaupt nicht. Egal welche Antriebstechnik das Objektiv hat. Wieso das denn nun?

Für einige Objektive kann man die Objektivkorrekturen in der Kamera anschalten, für einige nicht.

Da die Objektiv-Kennung aber in die Datei reingeschrieben wird, kann der RAW-Konverter dann doch wieder mit Profilen aushelfen. Capture One z.B. hat Profile für einige meiner A-Mount Objektive: 

  • 70-200mm F2.8 G (SAL70200G)
  • Zeiss Vario-Sonnar T* 24-70mm F2.8 ZA SSM (SAL2470Z)
  • 16mm F2.8 Fisheye (SAL16F28)
  • 50mm F1.4 (SAL50F14)

Das SAL16F28 ist das umbenannte Minolta 16 mm Fisheye, was der Adapter überhaupt nicht unterscheidet. 

Mein altes Minolta-Objektiv wird von C1 als Sony-Objektiv erkannt und führt dann zum richtigen Profil:

Bildschirmfoto 2024-07-29 um 17.52.24.

Für das Minolta 85mm 1,4 GD hat C1 kein Profil, vermutlich da Sony dieses nie vertrieben hat, denn dieses wurde durch ein Zeiss-Objektiv ersetzt:

Bildschirmfoto 2024-07-29 um 17.53.35.

Altglas-Adapter: Minolta SR auf Minolta AF

Und für das richtige Retro-Erlebnis: Minolta SR 58 mm an Film-Kamera (meine alte Minolta Dynax 7).

Die Adapter dafür sind recht selten; vermutlich ist der Markt einfach sehr klein. Schlussendlich scheint es auch nur einen einzigen (lieferbaren) Adapter zu geben: Ebay (verschiedene Anbieter), Enjoyyourcamera, … haben wohl immer den gleichen.

Es gibt noch einfache Adapter-Ringe ohne das optische Element, aber dann geht die Scharfstellung auf Unendlich nicht mehr.

Das kann man mal machen, macht aber nur bedingt Spaß: Offenblendmessung geht nicht und Fokus-Peaking haben die Filmkameras natürlich auch nicht. Da die Offenblendmessung nicht geht, wird der Sucher ganz schön dunkel, wenn man die Blende zumacht. Und gerade dann fehlt Fokus-Peaking. Die modernen digitalen Kameras machen einfach das Bild im Sucher heller, wenn man die Blende zudreht, da stört das nicht. Mit dieser elektronischen Aufhellung ist ja heute die Arbeitsblendenmessung der Normalfall, was den manuellen Objektiven eher entgegen kommt.

Früher war nicht alles besser: digitale Fotografie ist schon viel einfacher als analoge Fotografie. Hier merkt man das sofort; kein raten der Belichtungszeiten, sitzt der Fokus, passt die Blende, …?

Altglas-Adapter:Minolta SR für Sony E-Mount

Um die alten Minolta SR-Objektive an eine Sony E-Mount Kamera anzubringen, bieten sowohl Novoflex als auch K&F Adapter an.

Beide sind komplett aus Metall und fühlen sich sehr hochwertig an. Der Novoflex-Adapter sitzt ziemlich stramm am Objektiv dran. Der K&F ist etwas handlicher, da er nicht einfach komplett rund sondern geriffelt ist; das erleichtert das Anbringen an Kamera und Objektiv.

Die Funktion ist aber bei beiden identisch. Elektrische Kontakte gibt es nicht (haben die Objektive auch nicht) und Blende und Fokus sind beide manuell am Objektiv einzustellen.

Ich verwende die beiden Adapter für die Minolta 50mm und 58mm Objektive:

Wie klein Objektive damals waren, heute sind sie doppelt so groß.

Aber gut, die ganzen Autofokus-Motoren, … müssen ja auch irgendwo bleiben. An den manuellen Fokus muss man sich wieder gewöhnen, aber das Fokus-Peaking ist großartig dafür.