Busch und Jäger Free@Home

Einige Dinge im Haus (Deckenlampen, …) sind mit Nachrüstlösungen wie Zigbee …. nicht vernünftig automatisierbar.

Natürlich kann man Zigbee-Birnen in eine Deckenlampe reindrehen, aber anschließend darf man den normalen Lichtschalter quasi nicht mehr benutzen, da dann ja halt der Strom weg ist.

Ich hatte zwei Homematic IP Unterputz-Aktoren im Einsatz, da es für diese Busch und Jäger Reflex SI Adapter gibt. Der Homematic-Stick hing über USB am HA-Raspi und der Controller lief als HA-Addon. Prinzipiell geht das auch, aber die Homematic-SW ist echt aus dem letzten Jahrhundert, die Funk-Verbindung war so mäßig stabil und die mechanische Qualität bei der Bedienung ist auch nicht so richtig gut. Außerdem haben SW-Updates für die Aktoren mehrere Stunden gedauert. Während dieser Zeit ist das Deckenlicht nicht steuerbar; das ist ziemlich doof.

Homematic IP Smart Home Dimmaktor für Markenschalter – Phasenabschnitt, HmIP-BDT

Interessant fand ich bei Homematic die Steuerung für die Fußbodenheizung, aber die braucht 230V Betriebsspannung im Heizungsverteilerkasten, die haben wir dort aber nicht. Und für die Raumtemperaturregler gibt es die Busch und Jäger Blenden nicht, die gibt es nur für Schalter und Dimmer.

Spannend war außerdem die eeBus-Ankündigung von Homematic, denn unsere Heizung kann eeBus. Aber die Funktion ist bis heute nicht wirklich verfügbar. Das einzige was Homematic über eeBus inzwischen wohl kann ist den Energieverbrauch auslesen. Na gut, das kann eBusD, die Vaillant-API oder ein Shelly auch.

Also kein erfolgreiches Experiment, der Homematic-Ausflug.

Nächstes Experiment: Busch und Jäger Free@Home.

TecSupport SmartHome » Individuelle SMARTHOME Lösungen

Die Doku (WebSeite und Prospekte) von Busch und Jäger finde ich total verwirrend. Es hat eine Weile gedauert bis ich verstanden habe, was es da alles gibt, wie die Zusammenhänge sind, was mit was kompatibel ist, … ein totales Durcheinander. Vermutlich ist das bei einer Marketing-Agentur beauftragt worden, die das auch nicht so richtig verstanden hat.

Da gibt es zwei Varianten von: eine kleine names „Busch-flexTronics wireless“ und eine große „namens Busch-free@home“.

International heißen die Produkt immer ABB-* statt Busch-*, ist aber anscheinend genau das gleiche.

  • Die kleine Variante arbeitet ohne zentralen Controller und benutzt Bluetooth und eine Handy-App zur Konfiguration jedes einzelnes Elementes. Die Sensoren und Aktoren reden direkt miteinander (vermutlich über 802.15.4). Das ist für Wohnungen, einzelne Räume, … vermutlich eine sinnvolle Technik, aber nichts für größere Spielkinder.
  • Die große Variante hat einen zentralen Controller mit eigener GUI, LAN-Port, Wifi, … Die Box hat eine proprietäre Funktechnik basierend auf 802.15.4, genau wie Zigbee und Thread ist aber nicht kompatibel zu diesen. Die Box kann Sensoren und Aktoren über Kabel und über Funk anbinden.
  • Und dann gibt es noch KNX für Bürogebäude, … aber das will sich niemand für ein EFH ans Bein binden.

Die Komponenten sind teilweise die gleichen, da die aktuellen Aktoren und Sensoren üblicherweise Bluetooth und 802.15.4 eingebaut haben. Man könnte also auch mit der kleinen Installation anfangen und dann irgendwann umsteigen.

Der System Access Point ist über USB-Ports und SW-Addons erweiterbar. Es gibt diverse Addons für Miele, Home Connect, Philips Huy, Velux, AVM, … Das ist alles ganz nett, kann aber in seiner Vielfalt in keiner Weise mit Home Assistant mithalten. Meiner Meinung nach ist die Idee von Busch und Jäger das alles selber anzubinden zum Scheitern verurteilt. Alleine für uns fehlt Vaillant, Fenecon, Volkswagen, Ford, Keba, … die Welt ist einfach zu bunt für einen Hersteller. Nicht mal Zigbee kann der System Access Point. Man kann aber sehen, wo die Busch und Jäger Leute herkommen; wer hat schon eine Velux-Integration? Die Home Connect Integration habe ich mal ausprobiert. sie läuft nicht lokal sondern über die Cloud-Dienste, vom dem Lesen der Beschreibungen scheint mir das für die meisten Integrationen zuzutreffen.

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Vermutlich hat B&J das Integrationsproblem selber erkannt und bietet inzwischen einen Matter-Controller und eine Matter-Bridge an. Damit können sie ihre eigenen Geräte über Matter exportieren und auch andere Matter-Geräte einbinden.

Die ersten Schalter und Dimmer sind jetzt ziemlich genau ein Jahr in Betrieb und haben sich bewährt. Die mechanische Qualität ist sehr ordentlich und als klassisches Elektro-Unternehmen mache ich mir um die Produkt-Sicherheit (Brand, …) keine Sorgen.

Das haptische Feedback ist anders als bei klassischen Schaltern, im Prinzip sind die Free@Home Schalter keine Schalter sondern Taster. Und die Dimmer sind keine drehbaren Elemente sondern Wipp-Taster. Das ist schon gut gemacht, aber manchmal sind drehbare Bedienelement einfach besser, in den Autos kommen die ja auch gerade wieder.