Vaillant Arotherm Plus SG-Ready Verhalten

Die Vaillant Dokumentation beinhaltet folgende SG-Ready Beschreibungen für Warmwasser

Bildschirmfoto 2025-04-30 um 20.47.17.

und Heizung

Bildschirmfoto 2025-04-30 um 20.46.55.

Und aus dem SG-Ready Anschlussplan 

Bildschirmfoto 2025-04-30 um 21.01.24.

Wenn also das SG-Ready Signal kommt, wird zuerst der Trinkwasserspeicher auf Soll-Temperatur gebracht und anschließend der Heizungspuffer.

Für den Heizungspuffer lässt sich ein Offset einstellen, damit wird die Zieltemperatur über die normale Soll-Temperatur überschritten. Wenn gerade Energie im Überschuss da ist, ist das ja auch total sinnvoll.

Für den Trinkwasserspeicher gibt es diese Konfiguration leider nicht. Da wird immer „nur“ auf Soll-Temperatur geheizt. Das wurde mir auf Nachfrage bei Vaillant auch bestätigt.

Das Warmwaserprogramm wird auch immer zu Ende gebracht, selbst wenn das SG-Ready Signal zwischendurch wegfällt. Das Laden des Heizungspuffers wird bei Wegfall des Signals beendet.

Die Heizung ist bei uns seit einigen Wochen ausgeschaltet, trotzdem wird der Heizungspuffer aufgeheizt. Damit das funktioniert, muss auch die Umwälzpumpe anspringen, sonst fließt ja kein Wasser durch den Heizkreis. Das kann man auch schön im HA sehen:

Bildschirmfoto 2025-04-30 um 20.54.47.

Da springt die Umwälzpumpe auf Maximalleistung damit das warme Wasser in den Puffer geht. Ansonsten ist die aus, da es ja nix zu tun gibt.

Da die Heizung bei uns aus ist, wird der Heizungspuffer wird nur geladen, wenn der Einschaltbefehl kommt, bei einer Einschaltempfehlung findet das nicht statt.

Ich frage mich, warum Vaillant das nicht mal an einem Stück irgendwo verständlich dokumentiert. Das ist in Fragmenten quer über diverse Dokumente verteilt. Und einiges steht einfach gar nicht drin.

AVM FRITZ!Smart Energy 250 und Fenecon Meter

Der AVM FRITZ!Smart Energy 250 bekommt Strom, Spannung und Leistung vom Stromzähler. Das sind ja sozusagen die offiziellen Messwerte, da mit diesen abgerechnet wird.

Unser Fenecon Home 10 benutzt eine Leistungsmessung die über Induktionsklemmen angeschlossen wird. Ich finde die Abweichungen erstaunlich gering, die Graphen sind quasi deckungsgleich.

 

Bildschirmfoto 2025-04-30 um 17.29.19.

Selbst wenn man in den Graphen reinzommt, verändert sich das nicht großartig. Tendenziell gibt es einen kleinen zeitlichen Versatz; der Stromzähler ist meistens einen Tick langsamer. Das mag aber auch einfach daran liegen, daß die Kette länger ist: Stromzähler, AVM Smartenergy, Wifi, Fritzbox, HomeAssistant, …

AVM FRITZ!Smart Energy 250: stabiler Betrieb

Den AVM FRITZ!Smart Energy 250 stabil zum Laufen zu bekommen, war etwas Fummelei.

Nach der Freischaltung mit der PIN vom Netzbetreiber (EWENetz) läuft der AVM Lesekopf eine Weile, aber nicht so ganz lange (2 Stunden oder sowas in der Größenordnung). Anschließend bricht die Verbindung zur Fritzbox mit einer völlig irreführenden Fehlermeldung ab.

Nach einem Ticket bei AVM (sehr freundlicher Mitarbeiter) und etwas Stöbern in der Dokumentation vom Hersteller des Stromzählers, ging es dann.

Die Freischaltung der IR-Schnittstelle mit der PIN gilt für nur eine Weile, danach schaltet sich die Schnittstelle wieder ab. Irgendwann bin ich dann drauf gekommen, daß ich mit meiner Vollspektrum Kamera ja sehen kann, ob das Signal noch da ist oder nicht. Und siehe da, es war wieder mal weg.

Im Handbuch des Stromzählers findet sich dazu:

Bildschirmfoto 2025-04-27 um 15.39.50.

Nach etwas weiterer Spielerei mit einer Taschenlampe ist die PIN jetzt dauerhaft abgeschaltet (PIN OFF) und der vollständige Datensatz aktiviert (INF ON). Jetzt läuft der AVM Smartenergy seit einigen Tagen stabil.

Bildschirmfoto 2025-04-24 um 21.51.22.

Zusätzlich ist der AVM Smartenergy sehr empfindlich was die Platzierung angeht; wenn er nicht wirklich ganz exakt über der IR-Diode sitzt, schmollt er wieder und will nicht mehr. Dafür sind diese kleinen Nupsel hier gedacht:

IMG_0324 scaled.jpeg.

Keine Ahnung, ob jeder Stromzähler die hat.

Wenn der AVM Smartenergy oder die Fritzbox einem denn wenigstens sagen würden, daß sie ein Problem mit der IR-Schnittstelle haben, wäre das viel einfacher. Aber die Fehlermeldung klang immer nach DECT-Problemen:

Bildschirmfoto 2025-04-14 um 17.55.32.

Falsche Fehlermeldung: nicht keine Verbindung zur Fritzbox sondern keine Verbindung zum Stromzähler.

AVM Fritzenergy, Fenecon und Home Assistant

Die Werte vom Fenecon Home 10 und dem AVM Smartenergy stimmen recht gut überein.

Die absoluten Werte hat der Fenecon natürlich nicht, aber die aktuelle Leistung haben beide.

Mit dem AVM Smartenergy aus dem Stromzähler ausgelesen:

Bildschirmfoto 2025-04-24 um 21.44.02.

Aus dem Fenecon ausgelesen:

Bildschirmfoto 2025-04-24 um 21.43.39.

Die Werte aus dem Fenecon kommen im „Echtzeit“ während der AVM Smartenergy immer mit einem Augenblick Versatz hinterherläuft. Wobei der Versatz vermutlich nicht vom AVM kommt, sondern vom Stromzähler.

Wenn man die Werte eine Weile laufen lässt, sind die Unterschiede nicht größer als 3 Watt. Das finde ich ok.

Der AVM Smartenergy hat sich heute eine Firmware 3.63 geholt.

Bildschirmfoto 2025-04-24 um 21.51.22.

Wenn der AVM jetzt auch noch die Einspeisung und nicht nur den Bezug lesen würde …

Und was mich am AVM Smartenergy eigentlich interessiert hat:

Bildschirmfoto 2025-04-24 um 21.56.38.

 

Absolute Zählerwerte im Home Assistant 🙂

Eberle UT 3000: Firmware Update

Ich staune:

Bildschirmfoto 2025-04-09 um 20.55.59.

Home Assistant zeigt mir ein Firmware-Update für den Eberle ET 3000 an und installiert dieses auch ganz brav. Bei Eberle finde ich dazu keine Release-Notes, …

Aber bei den Matter-Leuten findet sich ein Eintrag über eine Zertifizierung am 12.3.2025, also noch ganz frisch. Und hier wird genau diese SW-Versionsnummer genannt. Vermutlich hat Eberle also dieses Release gebaut um durch die Matter-Zertifizierung zu kommen.

Fenecon: Netzdienliche Beladung und SG-Ready

Ich habe vor einiger Zeit in unserem Fenecon Home die Netzdienliche Beladung angeschaltet, mehr aus Neugier was da wohl passiert.

Bildschirmfoto 2025-04-08 um 20.14.33.

Viel Einstellen kann man da nicht: Aus /Aus und den Risikograd.

Bildschirmfoto 2025-04-08 um 20.15.11.

Und was passiert da nun? Das kann man in der Ladekurve sehen: das EMS lädt den Akku nicht mit voller Leistung, sondern reduziert diese. Der Akku hatte heute morgen noch 44% Ladung, diese stieg dann langsam bis 15:00 auf 100% an.

Bildschirmfoto 2025-04-08 um 20.15.45.

Ohne dieses Feature wäre der Akku nach 1-2 Stunden voll gewesen. Er hätte dann den ganzen Tag bei 100% rumgestanden und die Einspeisung wäre dann spontan von 0 auf max hochgeschossen.

Der Risikograd schiebt (wenn ich das richtig) sehe nur den Zeitpunkt nach hinten. Das führt zu einer (noch) flacheren Ladekurve, steigert aber die Wahrscheinlichkeit, daß der Akku vielleicht nicht mehr ganz voll wird.

Langsames Laden und weniger Zeit bei 100% soll ja gut für die Lebensdauer von Akkus sein.

Unsere SG-Ready Einstellung sieht so aus:

Bildschirmfoto 2025-04-08 um 20.37.31.

 

Bei 2000 Watt Einspeisung geht die Empfehlung raus, bei 2500W und 75% Akkustand geht der Einschaltbefehl raus.

Das würde beides schlagartig passieren wenn der Akku voll ist, er geht dann sofort in den Einschaltbefehl. Durch die netzdienliche Ladung, fängt er viel früher an einzuspeisen, sodaß die Empfehlung auch schon viel früher kommt.

Vaillants Dokumentation ist manchmal nicht besonders ausführlich. Aber der Heizstab in den Hydraulikstation scheint mir bei einer Einschaltempfehlung nicht anzuspringen, bei einem Einschaltbefehl allerdings schon.

Insgesamt funktioniert das ganz gut, solange nichts unvorhersehbares passiert. Wenn aber natürlich „plötzlich“ um 14:00 ein E-Auto auftaucht und dessen Batterie alles nimmt was sie bekommen kann, wird der Hausakku nicht mehr voll. Dabei hat man vormittags eingespeist. Die Prognose berücksichtig halt nur den aktuellen Ertrag und die aktuell vorhandenen Verbraucher. Bei der aktuellen Wetterlage wäre das nicht so dramatisch wenn er abends nur 90% hat, dann hätte er heute morgen halt nur 30% gehabt. Egal.

Die Prognose hat nicht mal eine Wetterkarte. Wenn also das große Wolkenfeld auf der Wetterkarte schon sichtbar, weiß sie das vorher auch nicht.

Uber SG Ready

Unser Fenecon hat eine SG-Ready Kopplung an die Vaillant Wärmepumpe. D.h., immer wenn der Fenecon der Meinung ist, daß zuviel Strom da ist, teilt er dieses der Wärmepumpe mit.

Kommt vom Wechselrichter eine Einschaltempfehlung, heizt die Vaillant den Trinkwasserspeicher und den Heizungsspeicher auf Soll-Temperatur auf.

Kommt vom Wechselrichter dann noch ein Einschaltbefehl, wird der Heizungsspeicher um 15° überheizt.  Die +15 Grad Überheizung für den Heizungsspeicher lasen sich in der Vaillant Konfiguration einstellen (HwcCylinderOffset)  Für den Trinkwasserspeicher gibt es eine solche Einstellung leider nicht, der bleibt bei seiner Soll-Temperatur.

Schade.

Aber wozu gibt es Home Assistant?

Was wir brauchen:

  1. PV Vorhersage (Solcast, …)
  2. My Vaillant Integration
  3. FEMS Integration

Wichtig ist die neue native FEMS-Integration. Die MQTT-basierte Integration stellt die SG-Ready Sensoren und Schalter nicht bereit. Ich hatte vorher eine Version über Rest gebaut, die ist aber viel komplizierter. Mit Hilfe von Lamarqes neuer HA-Integration ist das viel einfacher zu bauen. 

Wichtig ist das Timing. Die Vaillant ignoriert Soll-Temperatur-Änderungen, wenn die SG-Ready-Logik schon angesprungen ist. Kommt also die Einschaltempfehlung bevor man die Soll-Termperatur ändern, hat das keine Auswirkung mehr auf das bereits laufende Programm.

Die myVaillant-Integration erlaubt das Einstellen der Warmwasser-Solltemperatur mittels einer Automation. Dafür brauchen wir zwei Automatisierungen: eine für die Anhebung und eine für die Absenkung auf Normalwert.

Automatisierung 1:

alias: SG ÜberReady
description: SG ÜberReady
triggers:
  - trigger: time
    at: "08:00:00“
conditions:
  - condition: numeric_state
    entity_id: sensor.pv_vorhersage_tag
    above: 40
actions:
  - data:
      temperature: 70
    target:
      entity_id:
        - water_heater.my_home_domestic_hot_water_0
    action: water_heater.set_temperature
mode: single

Logik: Wenn morgens um 8:00 die PV-Vorhersage so aussieht, als wenn viel Strom kommen würde, stell die Temperatur auf 70°. 

Automatisierung 2:

alias: SGReady zuende
description: „“
triggers:
  - trigger: state
    entity_id:
      - sensor.fems123456_ctrlioheatpump0_status
    to: Default energy-efficient operation
    for:
      hours: 0
      minutes: 30
      seconds: 0
conditions: []
actions:
  - action: water_heater.set_temperature
    metadata: {}
    data:
      temperature: 50
    target:
      device_id: 38472384975038450238475
mode: single

Logik: Wenn das SG-Ready-Signal auf auf Normalbetrieb (Default energy-efficient operation) zurück geht, stell die Temperatur wieder auf Normalwert. Damit das nicht bei jeder kleinen Wolke mal passiert, habe ich 30 Minuten Wartezeit drin.

Die Gerätenamen, … werden natürlich bei jeder Installation aussehen. Ebenso muss der PV-Wert (40 kwh am Tag) natürlich an die eigene PV-Anlage und den eigenen Verbrauch angepasst werden.

Jetzt kann eine dritte Automatisierung am Wochenende noch prüfen, ob das Programm mindestens einmal die Woche gelaufen ist; und wenn nicht, einen Lauf erzwingen. Dann hat man auch gleich noch ein SG-Ready-Legionellenprogramm. Das ist recht einfach, denn die native FEMS-Integration kann einen Einschaltbefehl an die Vaillant schicken, einfach den Schalter switch.fems123456_ctrlioheatpump0_automaticforceonctrlenabled anschalten. Dann heizt die WP den Trinkwassertank auf, egal ob gerade PV-Überschuss da ist oder nicht.

Viele der SG-Ready Geräte, Entitäten und Schalter sind per Default in der HA-Integration nicht aktiv und müssen erst angeschaltet werden.

Home Connect Local für Home Assistant

Es gibt eine neue Bosch Home Connect Integration: Klick.

Bildschirmfoto 2025-04-01 um 19.51.50.

Die Integration läuft lokal ohne die Bosch-Cloud-Services. Die Installation ist simpel, man braucht aber einmal den Cloud-Zugang um die notwendigen Dateien runterzuladen.

Die Installation geht wie fast immer über HACS. Davor braucht man den Cloud-Download, der mit diesem Werkzeug recht einfach ist. Anschließend erscheint dann bei uns die Spülmaschine im Home Assistant:

Bildschirmfoto 2025-04-01 um 19.55.24.

Per mDNS funktioniert das hier nicht, aber die IP-Adresse hilft weiter. Die Integration bringt eine ganze Menge Steuerelemente, Sensoren und Status-Entitäten mit:

Bildschirmfoto 2025-04-01 um 19.56.08.

 

Die Status-Werte finde ich besonders brauchbar. Die Werte aus der Cloud-Lösung waren Murks und einige Dinge fehlten auch einfach komplett, obwohl das Gerät die Daten offensichtlich hat; z.B. die Anzahl an Spülvorgängen.

Bildschirmfoto 2025-04-01 um 19.56.50.

Die Laufzeit-Vorhersage und den Fortschritt sieht man in verständlichen Werten:

Bildschirmfoto 2025-04-01 um 19.58.53.

Den aktuellen Programmschritt gibt es auch:

Bildschirmfoto 2025-04-01 um 19.59.39.

Wer Lust hat, kann das Programm sogar starten, z.B. bei ausreichender PV-Erzeugung:

Bildschirmfoto 2025-04-01 um 20.00.55.

Einräumen, Spülmittel rein und Tür zu muss man vorher natürlich immer noch von Hand machen. Aber loslaufen geht dann per Automatisierung aus dem Home Assistant.

FRITZ!Smart Energy 250

Mein AVM FRITZ!Smart Energy 250 ist vor einigen Tagen gekommen.

Einbau und Inbetriebnahme ist trivial: Batterien reinstecken, anmelden und warten.

Bildschirmfoto 2025-03-26 um 16.42.07.

Anfangs macht er erstmal ein Software-Update. Dann bekommt man nach ein paar Minuten den Zählerstand ausgelesen:

Bildschirmfoto 2025-03-26 um 16.41.52.

 

Leider liest er nur den Bezugszählerstand aus, den PV-Einspeisezähler liest er nicht. Und die Verbindung ist sehr instabil. Er verliert alle paar Stunden die Verbindung zur Fritzbox und muss dann neu angemeldet werden. Mal sehen, was die nächsten SW-Updates so bringen. Die anderen Felder wie Leistung, … sind alle leer; keine Ahnung ob das an meinem Stromzähler oder an AVM liegt.