Verinice 1.6 ist fertig

Verinice 1.6 ist fertig. Meine persönlichen Highlights aus dem Changelog:

  * Benutzerdefinierte Bausteine und Maßnahmen: eigene Bausteine und
    Maßnahmen können in der Grundschutz-Ansicht nun einfach über das
    Kontextmenü erzeugt werden. Über die Exportfunktion können diese
    Bausteine auch anderen Anwendern zur Verfügung gestellt werden.

  * Die Mac OS X Version ist jetzt voll funktionsfähig und verlässt den
    Beta-Status.

  * Bildvorschau für Anhänge: für alle als Attachment bei Objekten
    angehängten Bilder kann nun direkt in der Datei-Ansicht ein
    Vorschaubild angezeigt werden.  

First Lego League in Oldenburg

Am Samstag war ich als Schiedsrichter bei der First Lego League. Ausgetragen wurde der Regionalwettbewerb von der Universität Oldenburg. Die Gesamtorganisation liegt für Deutschland beim Hands on Technology Verein.
Was heute an Wissen über Mechanik und Informatik schon bei den 10-16 jähirgen Schülern vorhanden ist, ist ziemlich eindrucksvoll.
Verblüffend war allerdings, daß fast alle Teams mit hartcodierten Fahrwegen arbeiteten und nicht mit Sensorik die aufgedruckten Fahrbahnen nutzten. Aber Sensorik macht die Software natürlich viel komplexer. Ein anderes Problem ist der Werkzeugwechsel, der viel Zeit kostet und häuig schief geht, weil der Anbau in der Hektik nicht klappt, die alten Werkzeuge nicht schnell genug runter kommen oder beim Abbau des Werkzeugs gleich der halbe Roboter kaputt geht.
Aber auch als Zuschauer (davon gab es reichlich) war es ein Spektakel. Die Matches wurden per Kamera auf eine Leinwand übertragen, so dass jeder was sehen konnte.
Schade finde ich, daß die anderen Wettbewerbsdisplizinen wie Forschungsauftrag oder Roboter-Design so untergehen und nicht öffentlich gezeigt wurden.

GI Vortrag in Bremen über Informatikunterricht

Sehr geehrte Kollegin, sehr geehrter Kollege, 

am Dienstag, den 04.09.2012 findet die die nächste
Regionalgruppenveranstaltung statt,

149. Veranstaltung

Termin:     04.09.2012, 18.15 Uhr

Ort:        Hochschule Bremen ZIMT
            Flughafenallee 10
            28199 Bremen
            Raum 032
            Bitte beachten Sie die Wegbeschreibung auf der Seite
            http://www.gi-hb-ol.de/wegbeschr.htm



Prof. Dr. Ira Diethelm, Universität Oldenburg

"Wozu eigentlich Informatikunterricht?"

Abstract:

Warum gehört Informatik heute in die Schule? Was ist eigentlich guter 
Informatikunterricht? Und was kann man von außen tun, damit Schulen diesen 
anbieten? Dieser Vortrag will einen Einblick in die Spannungsfelder rund um 
den Informatikunterricht bieten, die von der Unterrichtsorganisation über die 
Themen bis zum Fachkräftemangel reichen. In etlichen praxisorientierten 
Forschungsprojekten verfolgt die "Didaktik der Informatik" der Universität 
Oldenburg das Ziel, den Informatikunterricht zu verbessern und zu vermehren, 
von denen hier einige vorgestellt werden, die zu den Antworten auf die o.g. 
Fragen beitragen."

Ihr Regionalgruppenteam

Sprecher:
Ulrich Witte:         ulrich.witte@gi-hb-ol.de

Uta Bohnebeck:        uta.bohnebeck@hs-bremen.de
Frank Große:          frank.grosse@jasmine.hb.shuttle.de

Mit freundlichen Grüssen
Frank Grosse
-- Gesellschaft für Informatik e.V. Regionalgruppe Bremen / Oldenburg c/o Frank Grosse Langenberger Str. 1 28779 Bremen Mail: anmeldung@gi-hb-ol.de frank.grosse@jasmine.hb.shuttle.de

M-Audio Fast Track Ultra unter Linux

Die M-Audio Fast Track Ultra zählt sich eher zum Pro-Audio und nicht zum Consumer-Audio-Segment. Daher hat die Diva ein paar Extra-Wünsche.

Die FTU versteht nur 24 Bit-Audio und keine 16 Bit Audiodaten. Darauf kommen ALSA und Pulseaudio aber nicht selber.

Ein paar Einträge in der .asoundrc sind angezeigt; wichtig ist der Format-Eintrag:

pcm.dmixer {
    type dmix
    ipc_key 1024
    ipc_perm 0666
    slave.pcm „hw:0,0“
    slave {
        period_time 0
        period_size 1024
        buffer_size 4096
        rate 44100
        format S24_3LE
        channels 2
    }
    bindings {
        0 0
        1 1
    }
}

pcm.dsnooper {
    type dsnoop
    ipc_key 2048
    ipc_perm 0666
    slave.pcm „snd_card“
    slave
    {
        period_time 0
        period_size 1024
        buffer_size 4096
        rate 44100
        format S24_3LE
        channels 2
    }
    bindings {
        0 0
        1 1
    }
}

pcm.duplex {
    type asym
    playback.pcm „dmixer“
    capture.pcm „dsnooper“
}

pcm.!default {
    type plug
    slave.pcm „dmixer“
}

Für Pulseaudio ist sehen die Einträge ähnlich aus:

/etc/pulse/daemon.conf
   default-sample-format = s24le
   default-sample-rate = 44100

So richtig stabil ist das mit dem Pulseaudio bei mir noch nicht, manchmal scheint er mit doch wieder auf 16 Bit umzuspringen.

48000 oder 96000 als Sample-Rate gehen auch, aber die meisten Quellen sind nun einmal 44100. Dann fängt Pulseaudio fleißig an, alles zu resamplen was der Qualität nicht förderlich ist und einen Haufen Rechenzeit verbraucht.

Jack läuft einwandfrei und braucht auch keine Config.

Getestet unter Fedora 17. Wichtig sind sehr aktuelle Kernel, da Daniel Mack (Streaming Protokoll, die echte Knochenarbeit), Felix Homann (Mixer) und Aurélien Leblond (Hardware besorgen) noch intensiv am Treiber der M-Audio FTU arbeiten.

Leider ist M-Audio keine besonders Linux freundliche Firma und stellt weder Treiber noch Doku zur Verfügung.

Audio-Interfaces unter Fedora 17

Eine kurze Zusammenfassung des Erlebten:

Terratec DMX 6fire USB

Für die Terratec es einen guten Linux-Treiber. Die Version im Kernel ist allerdings ziemlich alt. Will man den aktuellen haben, muss man ihn selber compilieren.

Als  Fedora-Benutzer muss man für diesen Treiber neben den ganzen Build-Tools noch p7zip-plugins installieren. Der Treiber downloadet den Windows-Treiber und fummelt sich die Firmwire dort raus, das geht ohne die 7zip-Plugins schief

Leider erkennt Pulseaudio die vielen Audio-Kanäle nicht, sondern sieht nur die normalen Links und Rechts. Für Recording mit  Alsa oder Jack sind Interface und Treiber gut, für Multichannel-Multimedia nur bedingt brauchbar.

Die AC3- und DTS-Ausgabe über SPDIF funktioniert mit MPlayer und VLC einwandfrei.

Eigentlich ein gutes Gerät, aber es hat eine ernsthafte Macke. Der USB-Anschluss ist ausgesprochen wählerisch und redet nicht mit jedem Rechner. Nachdem das Gerät bereits umgetauscht wird, fragte der Terratec-Support ob ich noch mal tauschen wollte, denn vermutlich würde auch dieses Gerät sich nicht mit meinem Rechner vertragen. Auch dem Händler war dieses Problem nicht unbekannt.

M-Audio Fast Track Pro

Seit dem Kernel 3.1 wird die M-Audio Fast Track Pro vollständig unterstützt.

Das Gerät ist ein USB1 Gerät. Der USB1 Durchsatz limitiert das Gerät etwas, denn es passen nicht alle Kanäle gleichzeitig in hohen Samplingfrequenzen durch den USB-Bus. Man muss also auswählen, welche Anschlüsse in welcher Samplingfrequenz aktiv sein sollen.

Es ist class-compliant, macht dann aber nur 16 Bit bei 44 KHz.

Eine sehr ausführliche Anleitung gibt es bei Joe Giampaoli.

Es gibt einige Konfigurationsmöglichkeiten via modprobe: 

0×01 : use the device_setup parameter, always needed
0×02 : enable digital output (channels 3,4)
0×04 : use 48kHz-96kHz sampling rate, 8-48 kHz if not used
0×08 : 24bit sampling rate
0×10 : enable digital input (channels 3,4)

Die sinnvollen Kombinationen (danke Joe):

24 BIT – 44.1/48 KHz – 2 analoge Eingänge UND 4 analoge & digitale Ausgänge
options snd_usb_audio vid=0x763 pid=0x2012 device_setup=0x9 index=5 enable=1

24 BIT – 88.2/96 KHz – 4 analoge & digitale Eingänge XODER  4 analoge & digitale Ausgänge
options snd_usb_audio vid=0x763 pid=0x2012 device_setup=0x5 index=5 enable=1
 
24 BIT – 44.1/48 KHz – 2 digitale Eingänge UND 4 analoge & digitale Ausgänge
options snd_usb_audio vid=0x763 pid=0x2012 device_setup=0x13 index=5 enable=1
 
16 BIT – 44.1/48 KHz – 4 analoge & digitale Eingänge UND  4 analoge & digitale Ausgänge
options snd_usb_audio vid=0x763 pid=0x2012 device_setup=0x0 index=5 enable=1

Die AC3- und DTS-Ausgabe über SPDIF funktioniert mit MPlayer und VLC einwandfrei.

Leider ist der Mikrophon-Eingang der Pro sehr sehr leise. Man muss den Gain schon ganz schön aufreißen, und dann fängt er leider auch schnell an zu rauschen. Das scheint nicht mit allen Mikros zu passieren, aber es gibt viele Berichte im Internet, die den Schluss nahe legen, daß es so selten wohl auch nicht ist.

M-Audio Fast Track Ultra

Die große Schwester der Pro.

Anschließen und geht. So einfach kann das unter Linux sein.

Der Mikrophon-Eingang ist sehr viel empfindlicher als bei der Pro.

Die Ultra ist ein USB2 Gerät, so dass das Rumkonfigurieren wie bei der Pro nicht nötig ist. Es sind einfach alle Kanäle gleichzeitig da.

Die AC3- und DTS-Ausgabe über SPDIF funktioniert weder mit MPlayer noch mit VLC. Der SPDif-Ausgang ist zwar aktiv, aber es kommt immer nur ein Stereo-Signal raus.