Lego Mindstorms RIS und NXT auf modernen Rechnern

Lego Mindstorms RIS ist ja schon etwas angestaubt (nur ein CPU-Kern, kein Hyperthreading, kein 64 Bit, …), läuft aber einwandfrei mit einem Windows XP in einer virtuellen Maschine unter VirtualBox; auch auf Mac OS und Linux.

Der serielle Lego RIS-Infrarot-Sender lässt sich problemlos mit einem Digitus USB-Seriell-Konverter DA-70156 betreiben. Zuerst den Konverter im Host installieren und dann die serielle Schnittstelle (bei mir COM6:) an die virtuelle Maschine weitergeben.

RIS bekommt unter Windows XP seine temporären Dateien nicht gelöscht; die Fehlermeldung zeigt total in den Wald (Speicher voll, …) und hat nichts mit dem echten Problem zu tun.  Ein kleiner Batch wie ris-reset.bat vor oder nach jedem Start hilft da weiter:

       cd „C:Dokumente und EinstellungenromalLokale EinstellungenTemp“
       del *.* /f/s/q

Wer Lego Mindstorms Vision Command benutzen will, kann sich bei Logitech die aktuellen Treiber für eine Quickcam Web downloaden.


 
Für den Lego NXT reicht es, die USB-Geräte an die virtuelle Maschine weiterzugeben. Hierbei tauchen zwei verschiedene USB-Devices auf:

  • 0694:0002 im normalen Betrieb
  • 03EB:6124 für Firmware-Updates

First Lego League in Oldenburg

Am Samstag war ich als Schiedsrichter bei der First Lego League. Ausgetragen wurde der Regionalwettbewerb von der Universität Oldenburg. Die Gesamtorganisation liegt für Deutschland beim Hands on Technology Verein.
Was heute an Wissen über Mechanik und Informatik schon bei den 10-16 jähirgen Schülern vorhanden ist, ist ziemlich eindrucksvoll.
Verblüffend war allerdings, daß fast alle Teams mit hartcodierten Fahrwegen arbeiteten und nicht mit Sensorik die aufgedruckten Fahrbahnen nutzten. Aber Sensorik macht die Software natürlich viel komplexer. Ein anderes Problem ist der Werkzeugwechsel, der viel Zeit kostet und häuig schief geht, weil der Anbau in der Hektik nicht klappt, die alten Werkzeuge nicht schnell genug runter kommen oder beim Abbau des Werkzeugs gleich der halbe Roboter kaputt geht.
Aber auch als Zuschauer (davon gab es reichlich) war es ein Spektakel. Die Matches wurden per Kamera auf eine Leinwand übertragen, so dass jeder was sehen konnte.
Schade finde ich, daß die anderen Wettbewerbsdisplizinen wie Forschungsauftrag oder Roboter-Design so untergehen und nicht öffentlich gezeigt wurden.