Alte mobile Devices gegen neues Internet

Wer mal regelmäßig crashende iOS-Geräte sehen will, muss mal mit einem iPad (1. Generation) im Internet surfen:

  • spiegel.de geht nie 
  • handelsblatt.de geht manchmal
  • slashdot.org geht meistens

Die Webseiten sind inzwischen zu komplex und groß geworden, da geht dem Safari einfach der Hauptspeicher aus.

Früher (oder heute auch noch?) hatten einige Mobile-Carrier transparente Proxies,
die für die damals verfügbaren Geräte (WAP, cHTML und ähnliches Zeugs)
die HTML-Seiten verdaulich gemacht haben. Außerdem wurde Web über GPRS
oder EDGE damit überhaupt erträglich.

Carrier benutzten damals große Appliances von Ericsson etc, aber sowas
braucht man heute nicht mehr, ein kleiner Linux-Rechner reicht: Squid & Ziproxy ist alles was wir brauchen.

Squid bringt jede Distribution mit:

  • yum install squid
  • squid -Z

Damit Squid alles durch den ZiProxy dreht:

/etc/squid/squid.conf
  cache_peer 127.0.0.1 parent 8080 0 no-query no-digest
  never_direct allow all

Und als Bonbon gibt es noch einen Werbeblocker, damit schrumpfen die Seiten noch mal massiv:

/etc/squid/sqiud.conf:

  acl ads dstdom_regex -i  „/etc/squid/adblock.list“
  http_access deny ads

Das downloaden der Adblock-Liste kommt am besten in die crontab:

wget -O /etc/squid/adblock.list 
http://pgl.yoyo.org/adservers/serverlist.php?hostformat=squid-dstdom-regex&showintro=0&startdate[day]=&startdate[month]=&startdate[year]=

Der ZiProxy braucht keine Konfigänderungen, der läuft einfach so. Wer
mag kann dort stundenlang an den JPG-Größen drehen etc, aber bei mir
funktioniert die Standard-Config ganz gut.

 

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